Fridays for Future Castrop-Rauxel plant eine neue Demo in den Osterferien

mlzSchüler für Klimaschutz

Wie geht es weiter mit Fridays for Future in Castrop-Rauxel? Nach der ersten Demo haben sich die Organisatoren getroffen und Pläne geschmiedet. Weitere handfeste Aktionen sollen folgen.

Castrop-Rauxel

, 23.03.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der ersten Demonstration Castrop-Rauxeler Schüler für das Klima am 15. März, die rund 500 Teilnehmer zählte, setzten sich die Organisatoren der Fridays for Future in Castrop-Rauxel nun zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Denn eins ist klar: Mit einer einmaligen Demo, coolen Sprüchen und selbst gebastelten Plakaten ist das Klima nicht zu retten. Weitere Demos sollen daher in Castrop-Rauxel im April und im Mai stattfinden.

Für jeden offen

Nächstes Orga-Gruppentreffen für FFF

Die Orga-Gruppe der Fridays for Future lädt alle Interessierten zu ihrem nächsten Treffen für Montag, 1. April, um 18 Uhr im Jugendzentrum Bogi’s, Leonhardstraße 2, ein. Ob man Schüler oder Erwachsener ist, sei nicht wichtig, sagt Lilli Meister. „Alle sind willkommen!“

Den Termin im April wollen die Schüler ganz bewusst in die Osterferien legen. Voraussichtlich also auf den 26. April. „Nicht nur, aber auch um klarzumachen, dass es uns nicht bloß ums Schuleschwänzen geht“, sagt Mit-Organisatorin Lilli Meister (18) im Gespräch mit unserer Redaktion, warum das Team dieses Vorgehen gewählt habe.

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Fridays for Future: Die erste Demo in Castrop-Rauxel

500 Demonstranten zählte der erste "Fridays for Future" Streik in Castrop-Rauxel am Freitag. Mit dabei: Schüler und ihre Unterstützer. Gestreikt wurde fürs Klima, mit bunten Plakaten, Verkleidungen und Gesang.
15.03.2019
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Alle Teilnehmer sammelten sich am Freitagnachmittag am Marktplatz, von wo sie gemeinsam Richtung Rathaus zogen.© Silja Fröhlich
Aufstellung in der Altstadt: hier startete die Demo.© Silja Fröhlich
Mit-Organisatorin Lilli meister war begeistert von dem großen Zulauf. "Das ist so geil, damit hätte ich nie gerechnet."© Silja Fröhlich
Doch es ging über das Plakate-basteln hinaus: manche Schüler verkleideten sich als Tiere.© Silja Fröhlich
Eine Reihe von bunten Plakaten mit raffinierten Sprüchen soll Politiker zum nachdenken anregen.© Silja Fröhlich
Mit dabei: auch die älteren Castrop-Rauxeler unterstützten die Aktion der Jugendlichen.© Silja Fröhlich
Ihre Unterstützung zeigten sie mit selbst-gebastelten Plakaten.© Silja Fröhlich
Das 12-köpfige Organisations-Team machte deutlich: Fridays for Future Castrop-Rauxel.© Silja Fröhlich
Am Engelsburgplatz vorbei ging es für die Demonstranten bei strömendem Regen Richtung Rathaus.© Silja Fröhlich
Bei der Gestaltung der Plakate wurden die Schüler kreativ.© Silja Fröhlich
Mit Liebe zum Detail hatten die Schüler schon vor dem Protest-Marsch gebastelt.© Silja Fröhlich
Der jüngste Protestant: der sechsjährige Jakob.© Silja Fröhlich

Aber auch mit handfesteren Aktionen wollen sich die Schüler für die Rettung des Klimas einsetzen. Ersten Ideen und Brainstormings sollen schon bald Taten folgen. Das ist der grobe Plan für die kommenden Wochen und Monate:

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  • Der Einladung der Politik zur Teilnahme am Umweltausschuss (Dienstag, 26. März) und an der Ratssitzung (4. April, 17 Uhr) werden die jungen Klimaaktivisten folgen. „Zunächst wollen wir hier zuhören, später auch eigene Vorschläge an die Stadt machen, sich mehr für das Klima einzusetzen“, sagt Lilli Meister.
  • Teilnehmen wollen die Schüler auch am Open-Air-Festival „Save the Planet“, das am 14. September vom Jugendzentrum Café Q veranstaltet wird. Frank Ronge, Leiter des Café Q, hatte die Schüler, die sich gegen den Klimawandel engagieren, dazu eingeladen.
  • Die Fridays-for-Future-Bewegung vertrete mit ihrem vehementen Einstehen zum Schutz und Erhalt der Erde eine Grundhaltung, die dem Profil des Festivals eins zu eins entspreche, so Frank Ronges Begründung.
  • Um der Umweltverschmutzung kurzfristig und direkt vor Ort die Stirn zu bieten, planen die Schüler, an der großen, jährlichen Umweltaktion „Platzverweis dem Dreck“ (Samstag, 30. März) des Stadtbetriebs EUV teilzunehmen und zusätzlich noch ein ähnliche Aktion selbst auf die Beine zu stellen.
  • Einsetzen für mehr Aufklärung an Schulen und bei Erwachsenen wollen die Jugendlichen sich auch. Genauere Konzept dazu sind noch in der Entwicklung.
  • Langfristig überlegen die Schüler, ein Urban-Gardening-Projekt auf die Beine zu stellen. Denn auch mit selbst angebautem Gemüse und Obst könne ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, so Lilli nMeister. Für geeignete Flächen werde das Team das Gespräch mit der Stadt suchen.

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