Die Fridtjof-Nansen-Realschule hat derzeit eine Notbetreuung für die Jahrgangsstufen fünf und sechs eingerichtet. © Stadt
Lehrer in Quarantäne

Fridtjof-Nansen-Realschule bleibt mindestens bis Dienstag zu

Die Fridtjof-Nansen-Realschule muss Corona-bedingt vorerst auf Präsenzunterricht verzichten. Frühestens in der kommenden Woche wird sich das ändern.

Dort wo sonst knapp 800 Schüler zusammenkommen, herrscht derzeit fast gähnende Leere. Aufgrund eines positiven Corona-Falls an der Fridtjof-Nansen-Realschule mussten weite Teile des Kollegiums vorläufig in Quarantäne. Der Präsenzunterricht wurde eingestellt. Nach jetzigem Stand könnte die Schule den Betrieb vor Ort allerdings schon in der kommenden Woche wieder aufnehmen.

Die Woche begann für die Schulleitung der Realschule in Habinghorst mit einem Paukenschlag. Weil 13 Lehrern über die Corona-Warn-App ein erhöhtes Infektionsrisiko mitgeteilt wurde und weitere Lehrkräfte unabhängig vom Virus nicht zur Verfügung standen, fehlten insgesamt 40 Prozent des Kollegiums.

Acht Lehrer stehen für Notbetreuung zur Verfügung

An Unterricht in der Schule war somit nicht zu denken. Ausschlaggebend für die zahlreichen Quarantäne-Anordnungen ist laut Schulleiter Alfred Horn eine Lehrerkonferenz am 17. November (Dienstag) gewesen. Jetzt, wenige Tage später, hat sich die Lage ein wenig beruhigt. Man habe von Präsenz- auf Distanzunterricht umgeschwenkt, so Horn. „Die Schüler werden jetzt zu Hause unterrichtet. Mit dieser Situation sind wir natürlich alle nicht glücklich, aber wir müssen das jetzt erst so hinnehmen.“

Für die Jahrgangsstufen fünf und sechs wurde eine Notbetreuung eingerichtet. Bleibt die Frage, wie diese Notbetreuung angesichts des großflächigen Lehrerausfalls bewerkstelligt wird? „Insgesamt stehen uns noch acht Lehrkräfte zur Verfügung, die nicht an der besagten Konferenz teilgenommen haben und die deshalb auch in der Schule arbeiten können“, erklärt Konrektor Volker Supanc.

Auch er habe bei der Konferenz gefehlt und halte daher die Stellung vor Ort. „Wir haben die Lehrer in einen Schichtplan eingeteilt, um immer eine Notbetreuung gewährleisten zu können“, sagt Supanc. Am Mittwoch habe aber kein einziger Schüler das Angebot in Anspruch genommen.

Wann genau wieder zum Präsenzunterricht zurückgekehrt werden könne, sei weiterhin ungewiss, betonte Horn auf Nachfrage. Als Stichtag habe das Gesundheitsamt den 17. November – den Termin der Lehrerkonferenz – genannt. „Da hat laut Gesundheitsamt der letzte Kontakt zu der infizierten Person stattgefunden, sodass ab diesem Zeitpunkt die 14-tägige Quarantäne gilt.“

Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts hängt von Tests ab

Nach wie vor warte man allerdings auf einen Großteil der Test-Ergebnisse. Dies hänge vor allem damit zusammen, dass nur eine Minderheit des Kollegiums im Kreis Recklinghausen wohnt. „Wir haben Kollegen, die im nördlichen Kreis Coesfeld, im Märkischen Kreis oder auch im Ennepe-Ruhr-Kreis leben. Dort sind dann wieder andere Behörden zuständig. Daher haben wir aktuell noch keine Gewissheit“, unterstreicht der Schulleiter.

Sollten die Test-Ergebnisse allesamt negativ ausfallen, so laufe die derzeit geltende Quarantäne-Anordnung am 1. Dezember (Dienstag) aus, erklärt Horn: „Wir wissen aber noch nicht, ob wir dann am folgenden Mittwoch den Präsenzunterricht dann wieder aufnehmen können, oder ob es möglicherweise noch eine andere Regelung gibt und wir erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder in die Schule können.“

Es heißt also weiterhin – abwarten. Auch wenn das nicht nur den Schülern schwerfallen mag, wie der Schulleiter abschließend betont: „Ich bin Lehrer. Ich will in der Schule unterrichten. Aber letztlich müssen wir jetzt schauen wie die Tests ausfallen und können erst dann weitere Schritte planen.“

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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