Fünf Teilnehmer lasen beim Poetry Slam

Stadtbücherei

Sie waren umgeben von Literatur, gebunden in tausenden Werken. Doch fünf Menschen aus Castrop lasen am Mittwochabend in der Stadtbücherei Geschichten und Gedichte aus der eigenen Feder. Beim Poetry Slam bekam jeder Künstler genau fünf Minuten.

CASTROP-RAUXEL

von Von Julia Swierczyna

, 06.10.2011, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Poetry Slam mit Initiator Jörg Weirauch (l.) und Gitarrist Martin Klausmeier.

Poetry Slam mit Initiator Jörg Weirauch (l.) und Gitarrist Martin Klausmeier.

„Es geht nicht um einen Gewinn, sondern um den Spaß an Worten und an Literatur“, erklärte Weirauch. Die erste Kleinkunst-Runde gab es am Mittwochabend in der Stadtbücherei. Ein Poetry Slam, der es Menschen ermöglichte, eigens verfasste Geschichten, Gedanken oder Gedichte unter musikalischer Begleitung vorzutragen. Besonders ist dabei, dass Gitarrist Martin Klausmeier völlig spontan entscheidet, welche Melodie er spielen wird. Passend zum Vortrag versteht sich. Nur fünf Minuten Zeit hatten die Künstler. Neigte sich die Zeit dem Ende, ertönte Jörg Weirauchs kraftvolle Stimme die rief: „Noch 30 Sekunden!“ Angemeldet hatten sich ganz unterschiedliche Menschen. So gab es witzige Anekdoten aus der eigenen Vergangenheit oder über nervige Nachbarn. „Ich finde es einfach sehr spannend, was man mit Worten alles machen kann“, sagte die 19-jährige Laura Pohl (kleines Foto). Auch Künstler Klaus Märkert erzählte eine Geschichte aus den 80er-Jahren.

Die älteste Teilnehmerin war Brunhilde Figur (73). „Ich wollte einfach auch mal mutig sein“, schmunzelte sie, „Und Gedichte habe ich schon immer gerne geschrieben.“ Am Ende sollte dann das Publikum mit Applausstärke den Gewinner küren. Doch als alle Künstler den gleichen Beifall erhielten, war Jörg Weirauch gezwungen, den Gewinner anhand eines Spiels zu ermitteln. Spontan sollte eine Geschichte weitererzählt werden. Wer zögerte, war raus. Und am Ende blieb Laura Pohl, die mit einer Flasche Rotwein belohnt wurde. „Man muss schauen wie es angenommen wird und welche der vier Veranstaltungen die Beste wird. Geplant ist auf jeden Fall eine langfristige Sache daraus zu machen“, erläuterte Literaturliebhaber Weirauch. Am 18. November folgt dann die Aufführung eines musikalischen Kabaretts

Lesen Sie jetzt