Fußgänger sollen Vorrang haben

Habinghorster Begehungen

Bei einer Abendbegehung durch Habinghorst haben Bürger und Planer Ideen für die zukünftige „Grünen Achse“ Kampstraße diskutiert. Am Ende fand Stadtentwickler Arnold Lange deutliche Worte.

HABINGHORST

von Von Michael Fritsch

, 19.04.2011, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fahrradfahrer und Fußgänger sollen im Mittelpunkt der Planung stehen, so wünschen es sich die Bürger. Bildhauer Jan Bormann schlug eine Fahrradstation für die Lange Straße vor.

Fahrradfahrer und Fußgänger sollen im Mittelpunkt der Planung stehen, so wünschen es sich die Bürger. Bildhauer Jan Bormann schlug eine Fahrradstation für die Lange Straße vor.

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Rundgang: Ideen für Habinghorst

Welche neuen Ideen gibt es für diesen Stadtteil? Das war die zentrale Frage beim Rundgang zum Thema "Soziale Stadt Habinghorst".
19.04.2011
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Die Freifläche gegenüber der Petri Kirche: Martin Elbl (mit erhobener Hand) fragt nach künftigen Nutzungsmöglichkeiten. Möglichst sollen alle Generationen etwas davon haben.© Foto: Michael Fritsch
Die Gemeindewiese der evangelischen Kirchengemeinde Habinghorst. Hierher könnte ein Bolzplatz kommen. Vieles ist jedoch vom Eigentümer abhängig.© Foto: Michael Fritsch
Die Freifläche an der Fridtjof Nansen Realschule. Hier soll nach dem willen der Planer ein Klettergarten entstehen.© Foto: Michael Fritsch
Eine kleine Freifläche an der Ecke Josefstraße Henrichenburger Straße, die von Rita Wruck (l.) gepflegt wird. Hier soll sich nichts ändern.© Foto: Michael Fritsch
An der Lange Straße: Hier sollen Spielgeräte hin.© Foto: Michael Fritsch
Pilz an der Lange Straße Hier sollen wieder Sitzgelegenheiten hin.© Foto Fritsch
Der Bormann-Brunnen an der Lange Straße. Die Planer wollen ihn wieder ans Laufen bringen.© Foto: Michael Fritsch
Das nördliche Ende der Lange Straße: Hier soll sich nach dem Willen der Planer der Markt etablieren.© Foto: Michael Fritsch
Der Platz hinter dem Lidl-Markt: Hier sind mehrere Nutzungsmöglichkeiten vorstellbar, doch wahrscheinlich ist eine Wohnbebauung.© Foto: Michael Fritsch
Die Alternative ist an der Grünen Achse Kampstraße schon mal eingezeichnet. So könnte die Südseite aussehen: Steine raus, Grün rein.© Foto: Michael Fritsch
Weitgehend unbekanntes Wildgelände an der Kampstraße. Hier könnte ein "Rollatorpark" für Senioren entstehen.© Foto: Michael Fritsch
Der Habinghorster Markt: Er wird zum größten Teil bebaut.© Foto: Michael Fritsch
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Ein klares Plädoyer also für eine Vorrangpolitik für Fußgänger und Radfahrer auf der Grünen Achse, einer langen Nord-Süd-Verbindung durch Habinghorst. Wenn es nach dem Wunsch vieler Bürger geht, sogar von der Emscher bis zum Deininghauser Bach.  

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Rundgang: Ideen für Habinghorst

Welche neuen Ideen gibt es für diesen Stadtteil? Das war die zentrale Frage beim Rundgang zum Thema "Soziale Stadt Habinghorst".
19.04.2011
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Die Freifläche gegenüber der Petri Kirche: Martin Elbl (mit erhobener Hand) fragt nach künftigen Nutzungsmöglichkeiten. Möglichst sollen alle Generationen etwas davon haben.© Foto: Michael Fritsch
Die Gemeindewiese der evangelischen Kirchengemeinde Habinghorst. Hierher könnte ein Bolzplatz kommen. Vieles ist jedoch vom Eigentümer abhängig.© Foto: Michael Fritsch
Die Freifläche an der Fridtjof Nansen Realschule. Hier soll nach dem willen der Planer ein Klettergarten entstehen.© Foto: Michael Fritsch
Eine kleine Freifläche an der Ecke Josefstraße Henrichenburger Straße, die von Rita Wruck (l.) gepflegt wird. Hier soll sich nichts ändern.© Foto: Michael Fritsch
An der Lange Straße: Hier sollen Spielgeräte hin.© Foto: Michael Fritsch
Pilz an der Lange Straße Hier sollen wieder Sitzgelegenheiten hin.© Foto Fritsch
Der Bormann-Brunnen an der Lange Straße. Die Planer wollen ihn wieder ans Laufen bringen.© Foto: Michael Fritsch
Das nördliche Ende der Lange Straße: Hier soll sich nach dem Willen der Planer der Markt etablieren.© Foto: Michael Fritsch
Der Platz hinter dem Lidl-Markt: Hier sind mehrere Nutzungsmöglichkeiten vorstellbar, doch wahrscheinlich ist eine Wohnbebauung.© Foto: Michael Fritsch
Die Alternative ist an der Grünen Achse Kampstraße schon mal eingezeichnet. So könnte die Südseite aussehen: Steine raus, Grün rein.© Foto: Michael Fritsch
Weitgehend unbekanntes Wildgelände an der Kampstraße. Hier könnte ein "Rollatorpark" für Senioren entstehen.© Foto: Michael Fritsch
Der Habinghorster Markt: Er wird zum größten Teil bebaut.© Foto: Michael Fritsch
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„Mit Anschluss an die Grüne Acht und einer Fahrradstation mit Aufenthaltsqualität auf der Lange Straße“, wie Bildhauer Jan Bormann es sich wünschte, der lange Zeit in Habinghorst gewohnt hat und dort auch künstlerisch präsent ist.

Wie die „Konkurrenzsituation zwischen Wohnen und Verkehr“, so der Kasseler Landschaftsarchitekt Hans-Peter Rohler, aufgelöst werden könnte, zeichnete seine Mitarbeiterin Anne Franz schon mal auf Bürgersteig und Fahrbahn auf: Ein Grünstreifen, der die Fahrbahn so einengt, dass letztlich nur eine Einbahnstraßensituation über bliebe, was Lange auch als durchaus lösbar einschätzte.Zweieinhalb Stunden zuvor hatte sich der Tross am Montag Abend vom neuen Stadtteilbüro auf den Weg gemacht, um mögliche Lösungen für markante Plätze und Spielorte zu erörtern. Schon am ersten Platz, der Wiese gegenüber der Petri-Kirche wurden die Konflikte klar: Die einen wünschten sich eine generationsübergreifende Begegnungsstätte, andere einen Hundespielplatz, was mehrheitlich auf Ablehnung stieß: „Last mit Tretminen hat man heute schon genug“, sagte eine junge Mutter.

Die Gemeindewiese der evangelischen Kirchengemeinde an der Bahnhofstraße wurde als idealer Bolzplatz angesehen, doch gab Lange zu bedenken, dass der Eigentümer zuvor sein Einverständnis erklären müsse. Nebenan an der Realschule hingegen stieß der Vorschlag von Jolanta Teschner auf allgemeinde Zustimmung: „Klettern unter Bäumen und eine Boule-Bahn entlang der FNR“, schwebte ihr vor. Für die Lange Straße forderte Frau Teschner kleinere Spielgeräte vor Läden, mehr Sitzgelegenheiten sowie die Wiederbelebung des Bormann-Brunnens, womit sie beim Künstler offene Türen einrannte. Spannend wurde es wieder am Ende der Lange Straße, wohin das Stadtteilbüro S.T.E.R.N gerne den Wochenmarkt verlagern würde, bislang aber auf Widerstand der Beschicker stößt. Weiter auf dem Wunschzettel: Eine Litfaßsäule sowie öffentliche Toiletten. Dann blieben die Leute auch hier, hieß es. 

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