Gebührenbescheide!

CASTROP-RAUXEL Morgen gehen die Gebührenbescheide des Stadtbetriebs EUV auf den Postweg. In 19075 Briefen und drei dicken Paketen an die Wohnungsbaugesellschaften steht genau aufgelistet, was die Gebührenzahler in diesem Jahr zu berappen haben. Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 31.01.2008, 16:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Natürlich wie gehabt für Müll, Entwässerung, Grundbesitz, Straßenreinigung. Eine dicke Widerspruchsflut steht nicht ins Haus, hat sich doch lediglich der Entwässerungsposten verändert (RN berichteten). "Aber einige Hundert kommen immer zusammen", weiß Wolfgang Linke, Ressortleiter Grundbesitzabgaben beim EUV. Der Stadtbetrieb stellt sich denn auch auf Trubel ein. EUV-Chef Michael Werner: "Die ganze nächste Woche wird ein Kampftag sein."

Abgesehen vom "alten" Stadtwappen, das die Bescheide ziert, gibt es eine gewichtige Neuerung. Wie bereits berichtet, hat der Gesetzgeber der bisherigen Widerspruchspraxis einen Riegel vorgeschoben und lässt nur noch eine Klage zu.Kundenfreundlichkeit beim EUV Damit geht der EUV aber kundenfreundlich um. Wer einen offensichtlichen Fehler entdeckt, meldet sich beim Stadtbetrieb, am besten schriftlich, aber auch persönlich oder am Telefon.

Linke: "Wir bemühen uns, das am selben Tag zu bearbeiten." Rosenmontag ist der EUV nur bis 12 Uhr besetzt. Ist der Einspruch berechtigt, bekommt der Gebührenzahler einen neuen Bescheid, danach gilt die vierwöchige Klagefrist. Ist der Einspruch nicht gerechtfertigt, bleibt dem Bürger nur der Klageweg. Gibt es kein Veto zu den Gebühren, aber zur Grundsteuer B, ist das Finanzamt Recklinghausen der richtige Adressat.Stadtbetrieb rechnet mit viel Arbeit Erstellt wurden die Bescheide übrigens bereits Mitte Dezember, wer danach zum Beispiel eine größere Mülltonne orderte, findet die neue Berechnung noch nicht in dieser Unterlage. Mit viel Arbeit rechnet der Stadtbetrieb wieder durch Umzüge, Firmenpleiten oder -verlagerungen. "Zwischen 1000 und 2000 Bescheide sind nicht zustellbar." Abgebucht vom Konto wird das erste Mal wieder am 15. Februar. Die Zahl der Gebührenbescheide hat sich im Vergleich zu den Vorjahren signifikant erhöht. Früher ging man von rund 16 000 Gebührenpflichtigen aus. Möglicherweise eine Folge der Privatisierung bei den Wohnungsgesellschaften und des Zuzugs in neue Wohngebiete, sagt Michael Werner. An der Einwohnerzahl unserer Stadt nach oben lässt sich das aber leider nicht festmachen.

 

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