Gebührenzahler werden für die Kippe zahlen müssen

CASTROP-RAUXEL Der Gebührenzahler wird in den sauren Apfel beißen müssen, wenn die Stadt nicht darum herumkommen wird, die Geldforderung der Abfallbeseitigungsgesellschaft Ruhrgebiet (AGR) zu erfüllen. So der Tenor nach der interfraktionellen Gesprächsrunde beim Bürgermeister am Donnerstagnachmittag.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 06.03.2009, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gebührenzahler werden für die Kippe zahlen müssen

Die Müllgebühren werden steigen müssen.

„Damit haben wir kein Problem“, kommentiert FWI-Fraktionschef Manfred Postel. Wohl aber damit, dass letztendlich der Gebührenzahler belastet werden solle, der nicht originär an der Altschuld beteiligt sei. Eine deutlich längere Laufzeit statt der nun in Rede stehenden bis 2032 sei gerechter gewesen, meint Postel. Und merkt kritisch an: „Das Problem ist ohne Zweifel auf die lange Bank geschoben worden.“ Es hätte viel eher Rückstellungen aus dem Gebührenhaushalt geben müssen. Dass dies tatsächlich, wie von der Stadtspitze angeführt, nicht passiert sei, will die FWI akribisch überprüfen.

Der Ratsbeschluss von 1991, in dem sich die Stadt verpflichtete, sich zu über 60 Prozent an den Nachsorgekosten für die Kippe zu beteiligen, soll in der April-Sitzung noch mal bestätigt werden. Zusammen mit dem Auftrag an den Stadtbetrieb EUV, dies künftig im Gebührenhaushalt zu berücksichtigen.

Dass ein neuerlicher Ratsbeschluss notwendig ist, begründete Bürgermeister-Referent Uwe Bonsack mit dem Umstand, dass damals noch der Ausschuss für stadteigene Betriebe das Sagen hatte, dies jetzt in Richtung EUV bestätigt werden müsse. Die AGR will das Ganze nicht kommentieren. Sprecher Heinz Struszczynski: „Als langjähriger Partner der Stadt wollen wir uns weiter in die Augen gucken können.“

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