Gefäßchirurgen informieren am bundesweiten Aktionstag

Rochus-Hosital

CASTROP-RAUXEL Ein Informationstag rund um die Gefäße findet am 31. Oktober im St. Rochus-Hospital statt.

19.10.2009, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Hinrich Böhner.

Dr. Hinrich Böhner.

Die menschlichen Blutgefäße werden im Laufe des Lebens in Mitleidenschaft gezogen: Sie altern. Wohlstandrisiken wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck und Alltagslaster wie das Rauchen leisten der schleichenden Zerstörung in den Adern weiteren Vorschub. „Jeder sechste Mensch leidet im Laufe seines Lebens unter einem Versorgungsmangel in den Beinen“, erklärt Dr. Böhner. Die Folgen können gravierend sein und reichen von chronischen Wunden bis zum Verlust von Körperteilen.

In der Kath. St. Lukas Gesellschaft, zu der die beiden Krankenhäuser gehören, werden die Arterien von Gefäß-Patienten gemeinsam von Chirurgen und Radiologen versorgt. Bei fortgeschrittener Erkrankung wird im Team über das jeweils beste Behandlungsverfahren entschieden. Als Vorsitzender der Kommission für konservative Gefäßtherapie der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie ist es das oberste Ziel von Dr. Böhner, ohne einen operativen Eingriff auszukommen. „Wichtig ist die Kontrolle der Risikofaktoren“, betont er. „Das bedeutet, auf das Rauchen zu verzichten, aber auch Blutzucker, Blutdruck und Blutfette gut einzustellen.“ Hinzu kommt ein systematisches Gehtraining unter Kontrolle und Anleitung und das jeden Tag.

Heute gibt es Medikamente, die das Gehtraining unterstützen und die Gehstrecke verbessern helfen. Die Therapie geht dann schneller und die Patienten sind motivierter. Der Aktionstag soll auf die Gefahren der arteriellen Verschlusskrankheit hinweisen, sowie Möglichkeiten der Vorbeugung und neue Therapieansätze verständlich erklären.

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