Zweifel an sauberer Arbeit beim Glasfaser-Ausbau in Castrop-Rauxel

Gelsennet

Der Glasfaser-Ausbau in Castrop-Rauxel läuft. Seit Wochen buddelt und gräbt Gelsennet in der Stadt. Nun sorgen die Wander-Baustellen allerdings für Argwohn: Wird dort sauber gearbeitet?

Castrop-Rauxel

, 01.03.2020, 08:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese etwa fünf Meter langen Leerrohre für den Ausbau des Glasfasernetzes verlegen Bauarbeiter in Dingen. Die Baustelle wanderte im Januar Tag für Tag rund 20 Meter die Mengeder Straße nach Schwerin hinauf. Im Dorf selbst wurde schon Ende vergangenen Jahres an verschiedenen Stellen gebuddelt. Die Glasfaser-Kabel kann man nach der Verlegung „einblasen“.

Diese etwa fünf Meter langen Leerrohre für den Ausbau des Glasfasernetzes verlegen Bauarbeiter in Dingen. Die Baustelle wanderte im Januar Tag für Tag rund 20 Meter die Mengeder Straße nach Schwerin hinauf. Im Dorf selbst wurde schon Ende vergangenen Jahres an verschiedenen Stellen gebuddelt. Die Glasfaser-Kabel kann man nach der Verlegung „einblasen“. © Tobias Weckenbrock

Wolfgang Helsper aus der CDU-Ratsfraktion in Castrop-Rauxel äußerte am Donnerstagabend (27.2.) in der Ratssitzung Bedenken: Bei den Bauarbeiten für den Breitbandausbau – läuft da alles glatt? Wer gewährleistet, dass nach der Verlegung der Lehrrohre unter Straßen, Gehwegen und an Straßenrändern alles wieder sauber zugemacht werde?

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EUV-Chef Michael Werner nahm dazu Stellung: „Gelsennet muss die Wiederherstellung der Wege gewährleisten. Wir haben uns die Baustellen genau angesehen, um zu dokumentieren, was die Arbeiter dort genau gemacht haben.“ Grundsätzlich werde man bei schlechter Arbeit gegenüber Gelsennet tätig – nicht gegenüber den Subunternehmern.

„Die bauen hier, dann ist die Baustelle wieder weg“

Denn die sind zahlreich im Einsatz, mit Bauarbeitern „aus aller Herren Länder“, so eine Aussage im Stadtrat. Die Baustellen laufen parallel im ganzen Stadtgebiet. Sie sind oft nur wenige Tage an einer Stelle und wandern dann weiter. „Die bauen hier, dann ist die Baustelle wieder weg“, hat auch Helsper beobachtet – „aber zwischenzeitlich war doch niemand da von der Stadt oder dem EUV“, sagt der CDU-Ratsherr.

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Michael Werner sagt: „Das ist nicht richtig – wir sind permament draußen. Der Kollege schaut sich alle Mängel an.“ Bürgermeister Rajko Kravanja sagte zur Erklärung: „Die Bauabnahme kann aber auch erst ein paar Tage nach dem Abschluss der Arbeiten geschehen.“ Auch er sagt: „Alles wird dokumentiert und nachbearbeitet.“

Helsper bleibt bei seinen Zweifeln: „Wenn der Untergrund schlecht verdichtet wurde, wird der Mangel ja erst nach Jahren offenbar.“ Dann seien die Gewährleistung und die Ursache längst nicht mehr nachweisbar.

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