Großbrand an der Fridtjof-Nansen-Realschule in Habinghorst

mlzFeuerwehreinsatz

In der Nacht zu Freitag hat es auf dem Gelände der Fridtjof-Nansen-Realschule in Habinghorst gebrannt. In ersten Meldungen ging man vom Hauptgebäude aus, dem war aber nicht so.

Habinghorst

, 16.08.2019, 10:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Feuerwehr Castrop-Rauxel wurde am Freitagmorgen um 3.02 Uhr von der Polizei zu einem Brand in Habinghorst gerufen. „Die Meldung hieß eigentlich: Berufliche Schulen, Hauptgebäude brennt“, sagte Heiner Holtkotte von der Feuerwehr unserer Redaktion vor Ort an der Realschule.

Denn das Berufskolleg und die Fridtjof-Nansen-Realschule befinden sich bekanntlich gemeinsam auf dem Gelände, die beiden Schulhöfe sind lediglich durch einen Zaun voneinander getrennt.

Doch als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, stellten die Einsatzkräfte fest: Es handelte sich nicht um das Hauptgebäude des Berufskollegs, das in Flammen stand, sondern um einen von zwei Pavillons, die hinter den Gebäuden der beiden Schulen auf einer Wiese stehen.

Diese Pavillons sind bereits seit längerer Zeit unbenutzt. In einem dieser Pavillons war vor vielen Jahren nach der Nutzung durch die Schulen auch schon einmal die in Castrop-Rauxel heute noch berühmt-berüchtigte Titanic-Ausstellung untergebracht. Seit Ewigkeiten aber werden die Pavillons nicht mehr genutzt. „Die Türen waren sogar schon zugewachsen“, berichtete Holtkotte, so dass die Feuerwehr sich erst einmal quasi den Weg bahnen musste.

Großbrand an der Fridtjof-Nansen-Realschule in Habinghorst

Die Feuerwehr war mit knapp 50 Einsatzkräften vor Ort. © Marcel Witte

Asbesthaltige Wände in dem Pavillon

Am Morgen gegen 9 Uhr hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr dann das Feuer am Pavillon längst gelöscht, mit Wasserwerfern aber sprühte man weiterhin Wasser auf das Gebäude - wahrscheinlich noch bis zum Nachmittag sollte das so weitergehen.

„Die Werfer sind noch für einige Stunden im Betrieb, um das Gebäude feucht zu halten, weil die Wände asbesthaltig sind“, sagte Holtkotte gegen 9.15 Uhr am Freitagmorgen. Mit dem Wasser soll verhindert werden, dass sich Asbestfasern aus den Wänden lösen können, da dieser Stoff bekanntlich als hoch-krebserregend eingeordnet wird.

Insgesamt waren nach Angaben von Heiner Holtkotte knapp 50 Feuerwehrleute vor Ort aktiv, darunter auch ein Dekontaminations-Zug der Feuerwehr sowie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) für Messungen und aus Datteln der sogenannte Abrollbehälter Atemschutz.

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Personen sind bei dem Brand nach bisherigen Erkenntnissen keine zu Schaden gekommen. Wie das Feuer in dem unbenutzten Pavillon ausbrechen konnte, ist laut Holtkotte noch nicht bekannt. Das werden Untersuchungen von Brandsachverständigen ergeben. Bei derartigen Bränden wird natürlich immer auch über Brandstiftung (ob absichtlich oder fahrlässig) spekuliert.

Die Fenster der umliegenden Wohnhäuser müssen, trotz anderslautender Meldungen, nicht geschlossen bleiben.

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