Händler bauen ihre Stände auf Trödelmarkt sehr früh wieder ab

mlzTrödelmarkt

Es hätte ein schöner Trödelmarkt werden können im Schatten der Henrichenburger Kirche. Alle Stände waren ausgebucht. Doch am Sonntag kam dann alles anders. Ausnahmsweise nicht wegen Corona.

Henrichenburg

, 27.10.2020, 15:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ute Brinckmann hatte sich auf einen gut besuchten Trödelmarkt gefreut. „Am Samstag waren wir ausgebucht“, erzählt die Veranstalterin von Märkten. 60 Händler hätten in Henrichenburg ihre Stände aufbauen sollen. Doch dann kamen ab Samstagnachmittag die Absagen. Die Coronakrise war diesmal nicht der Grund.

Rund 30 Händler, so schätzt, die Castrop-Rauxelerin, bauten dann am Sonntag tatsächlich ihre Stände auf. Doch wer sich am frühen Nachmittag auf den Weg machte, um ein Schnäppchen zu ergattern, wurde enttäuscht. Bereits ab 14 Uhr bauten Händler wegen fehlender Besucher wieder ab. Gegen 15 Uhr war der Markt vorbei. Normalerweise wäre es bis 16.30 Uhr weitergegangen.

Grund war das schlechte Wetter, so sagt Ute Brinckmann. Es habe sowohl Händler wie Besucher abgehalten. „Wer kam, hat aber dann auch gekauft“, sagt sie. Die Händler, die da waren, seien deshalb gar nicht mal unzufrieden gewesen. Türkische Backwaren, Kleidung, Parfüm, Imbiss und Trödel gab es im Angebot. „Und Masken sind sehr gut verkauft worden“, so Ute Brinckmann. Die seien auf einem Trödelmarkt halt günstig.

Ute Brinckmann: Besucher und Händler beachten die Maskenpflicht

Masken trugen auch Händler und Besucher. „Am Anfang nach dem Lockdown gab es schon Menschen, die keine Masken trugen. Jetzt mussten wir niemanden ermahnen“, so Ute Brinckmann. Auch der Abstand sei gut eingehalten worden.

Fast jedes Wochenende veranstaltet sie einen Markt irgendwo im Kreis Recklinghausen. Die Coronakrise hat daran nichts geändert. Im Gegenteil. „Die Märkte sind voll wie nie.“ Das liegt zum einen daran, dass Menschen die Chance nutzen würden, unter freiem Himmel einzukaufen. Zum anderen haben sich bei Ute Brinckmann so viele Händler wie nie gemeldet und damit ihre Veranstaltungen attraktiver gemacht. „Andere Märkte fanden noch nicht wieder statt“, begründet die Veranstalterin.

Wie es jetzt weitergeht? In zwei Wochen, am 8. November, würde sie gerne wie vor wenigen Wochen noch einmal einen Trödelmarkt auf der Langen Straße aufbauen. Ob das geht, entscheidet die Coronalage. „Wir warten auf eine Nachricht der Stadt“, so die Castrop-Rauxelerin. Sowieso wäre es für sie der letzte Trödelmarkt in diesem Jahr. Ute Brinckmann: „Dann gehen wir wie immer bis Februar in die Winterpause.“

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