Das Wohn- und Geschäftshaus an der Wittener Straße 24 ist zu haben und mit 380.000 Euro noch recht günstig. © Marius Paul
Immobilien

Häuser in Castrop-Rauxel gibt’s auch in guten Lagen zu bezahlbaren Preisen

Wer auf dem Immobilienmarkt nur mit wenig Geld tätig werden kann, muss Abstriche beim Platzangebot machen. Oder lange suchen. Oder eine günstige Gelegenheit abwarten. Und die gibt es in Ickern.

Der Black Friday liegt hinter uns, der Winterschlussverkauf kommt noch. Auch bei Immobilien sind derzeit in Castrop-Rauxel so manche Schnäppchen zu machen, wenn man nach Häusern im unteren Preissegment bis etwa 250.000 Euro sucht.

Natürlich muss der Interessent dann Abstriche in Sachen Wohnfläche, Grundstücksgröße oder Ausbaustandard des Hauses machen.

Aber auf diesem Weg kann man in der weiter anhaltenden Niedrigzinsphase auch ohne nennenswertes Eigenkapital in der Hinterhand bei Monatsraten von rund 600 Euro bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro an die eigenen vier Wände mit Garten kommen.

Gerade in Ickern und anderen nördlichen Stadtteilen sind wir bei der Suche in den großen Immobilienportalen im Internet auf einige Angebote in diese Richtung gestoßen, die überlegenswert wären.

Reihenhäuser im untersten Preissegment

Los geht es mit einem renovierungsbedürftigen Reiheneckhaus in den Aapwiesen, das für 149.000 Euro den Besitzer wechseln soll. Als Wohnfläche werden zwar nur 54 Quadratmeter angegeben – aufgeteilt auf Wohnzimmer, Küche, Bad und zwei Schlafzimmer. Die Grundstücksfläche beläuft sich aber auf rund 347 Quadratmeter. Und eine Garage ist auch dabei.

Wer doch mehr Platz haben möchte: 94 Quadratmeter Wohnfläche bekommt der Interessent in einem anderen Ickerner Reihenmittelhaus mit idyllischer Terrasse geboten. Das Grundstück hier hat zwar nur 144 Quadratmeter, die Fotos zeigen aber ein liebevoll ausgebautes und eingerichtetes Haus. All das soll hier für 159.000 Euro über den Tisch gehen.

Zu nur leicht höheren Preisen gibt es ein kleines Zechenhaus (74 Quadratmeter) auf großem Grundstück (559 Quadratmeter) für 175.000 Euro und ein weiteres Reihenmittelhaus in den Aapwiesen (74 Quadratmeter Wohnfläche auf 178 Quadratmetern Grund) für 180.000 Euro. Auch ein Zechenhaus in Habinghorst (90 Quadratmeter Wohnfläche auf 238 Quadratmeter Grund) ist mit 189.000 Euro noch im unteren Preissegment zu haben.

Hier wird es schon deutlich teurer

Ein 1952 erbautes Reihenmittelhaus in den Aapwiesen, das 2013 entkernt und aus dem Rohbauzustand neu hergerichtet wurde, wird für 239.000 Euro angeboten. Böden, Dach, Heizung, Wärmedämmung, Leitungen wurden neu gemacht und der Keller zu einem Kinderzimmer ausgebaut. Auch hier ist der Wohnraum aber begrenzt: 64 Quadratmeter auf einem 178-Quadratmeter-Grundstück.

Für Einfamilienhäuser mit Wohnflächen um die 130 Quadratmeter muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen. Aktuell werden in diesem Segment ein großes Reiheneckhaus von 2005 für 349.500 Euro angeboten und eine Doppelhaushälfte von 1930 in Habinghorst, die 2018 zuletzt renoviert worden sein soll, für 380.000 Euro. Dafür bekommt man dann aber auch nicht nur mehr Wohnraum, sondern auch 475 Quadratmeter Kaufgrundstück.

Zum gleichen Preis – 380.000 Euro – kann man auch Immobilienbesitzer in der Castroper Altstadt werden und neben zwei Wohnungen im ersten Obergeschoss und im Dach noch ein Ladenlokal im Erdgeschoss erwerben, in dem derzeit ein Friseur als Pächter ist.

Das Haus an der Wittener Straße 24 liegt zentral am Biesenkamp-Platz gegenüber der Lutherkirche und verfügt in den beiden oberen Etagen über 255 Quadratmeter Wohnfläche auf einem 144 Quadratmeter großen Grundstück. Bei geschätzten Gesamterwerbskosten von 412.300 Euro (Grunderwerbssteuer, Notar- und Gerichtskosten, Maklercourtage fällt hier nicht an) muss man an Zins und Tilgung mit rund 850 Euro rechnen, die man durch Mieteinnahmen aus dem Ladenlokal und der kleinen Dachgeschosswohnung um einige Euro vermindern kann.

Auch solche sowie steuerliche Überlegungen sollten bei einer Immobilien-Entscheidung genau abgewogen werden, raten Immobilienexperten.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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