Hauptschüler im beruflichen Praxistest

Schillerschule

CASTROP Welcher Beruf passt zu mir? Wo liegen meine Stärken und Schwächen? Mit diesen Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs der Schillerschule bei einem berufsvorbereitenden Kompetenz-Check beschäftigt, der in der Berufsbildungsstätte des Berufsfortbildungswerkes im Quali-Center (Erinpark) stattfand.

12.10.2009, 15:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Praxistest Medizin.

Praxistest Medizin.

Insgesamt 46 Schülerinnen und Schüler bekamen an zehn Tagen Hilfestellungen in den Berufsfeldern Metallbereich, Elektrobereich, Büro und EDV, Farbe und Trockenbau, Gartenbau, Kfz-Berufe und Gesundheits- und Sozialbereich. 

"Eine frühzeitige Berufsorientierung", so der zuständige Projektleiter Klemens Wittebur, "ist ein wichtiges Instrument, um Jugendliche dabei zu unterstützen, sich der eigenen Stärken und Fähigkeiten bewusst zu werden und unter der Vielzahl an Berufen den individuell passenden zu finden."

Die Schillerschule, für die Hubert Fahrland-Klar als Berufswahlkoordinator sowie die Klassenlehrer Dirk Repschläger (9a) und Madelaine Stoverock (9b) das Projekt von Anfang an begleiteten, ist davon überzeugt, dass diese praxisnahe Berufsorientierung den Schülerinnen und Schülern hilft, den Übergang von der Schule ins Berufsleben zu erleichtern.

In einer ersten Phase erhielten die Schülerinnen und Schüler Informationen zu den einzelnen Berufsbereichen, sie unterzogen sich verschiedenen Tests zur Feststellung von Kenntnissen, Neigungen und Fähigkeiten und erhielten individuelle Berufsempfehlungen.

Beratungsgespräche Ihre praktischen Fähigkeiten erprobten die Jugendlichen jeweils einen Tag lang in drei ausgewählten Berufsfeldern. In dieser zweiten Phase der Berufsorientierung fertigten sie u.a. Vierkant- bzw. Sechskant-Säulen aus Rigipsplatten an, bauten einen Kerzenständer aus Metall oder erstellten einen Musterbrief zur Warenbestellung mit Hilfe des Computers. Dabei wurden sowohl fachliche Kompetenzen (rechnerisches Denken, Sprachbeherrschung, Kreativität, Hand-und Fingergeschick, räumliches Vorstellungsvermögen usw.) als auch Schlüsselqualifikationen wie Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit und Kooperationsfähigkeit von den Ausbildern beobachtet und dokumentiert. Das anschließend in der Schule stattfindende Beratungsgespräch zeigte den Schülerinnen und Schülern individuelle Stärken und Schwächen auf und soll das Risiko einer Fehlentscheidung bei der Berufswahl vermindern.

An drei weiteren "Werkstatttagen" wurden praktischen Erfahrungen in einem ausgewählten Berufsbereich vertieft. So übten z.B. die "Altenpflegerinnen" an einer Orange das Setzen von Spritzen und setzten sich einen Vormittag lang selber in den Rollstuhl, um einmal hautnah zu erleben, welche Schwierigkeiten Rollstuhlfahrer bei der Alltagsbewältigung überwinden müssen.

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