Haus Hölter bei Philipp misst sich im Wettstreit bei „Mein Lokal, Dein Lokal“

mlzTV-Sendung

Langsam aber sicher mausert sich Jürgen Greinus zum Fernsehkoch. Der Küchenchef im Haus Hölter war jetzt bei „Kabel1“ zu sehen. Worum es geht? Um einen Fünfer-Wettbewerb im Ruhrgebiet.

Castrop-Rauxel

, 03.02.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die volle Ladung Ruhrgebiet gab es in der abgelaufenen Woche im TV: Bei der Shopping Queen auf Vox holte sich die Castrop-Rauxelerin Andrea Jakszewski die Krone unter lauter Dortmunderinnen und das Restaurant Haus Hölter bei Philipp mischte bei der Kabel1-Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ mit.

Von Küchenchef Jürgen Greinus waren die Mitstreiter dabei so begeistert, dass sie einen eigenen Fanclub gründen wollten. Er führte in einer früheren Folge der Sendereihe schon das Restaurant „Zum Alten Markt“ in der Dortmunder Innenstadt zum Sieg. Damals war er noch dort als Küchenchef beschäftigt.

Restaurants aus Bochum, Duisburg, Essen, Bottrop und Castrop-Rauxel stellten sich in dieser Folge dem Wettbewerb. In jedem Restaurant wird in diesem Fernsehformat gespeist und die anderen Küchenchefs geben dann ihre Bewertung ab. Und Jürgen Greinus hatte dabei an seinen Mitstreitern viel auszusetzen.

Greinus-Kritik: „Mein Risotto war kein Risotto“

Im Essener Restaurant Capofino etwa beschwerte er sich über das Risotto. „Mein Risotto war kein Risotto“, sagte er. „Das ist mir nicht schlonzig genug und das Korn ist noch ein wenig zu fest.“ Ein Irrglaube, denn echtes italienisches Risotto wird immer bissfest gegart.

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Wer sich die gesamte Folge „Mein Lokal, dein Lokal“ anschauen möchte, wird auf Kabel1 fündig. Man wundert sich allerdings schon sehr, denn die Fernsehmacher verlegen das Haus Hölter im Titel einfach mal nach Dortmund.

Seit einem Jahr leitet der 64-jährige Greinus das Haus Hölter an der Suderwicher Straße und bietet dort bodenständige deutsche Küche auf hohem Niveau an. Begeistert waren die Mitstreiter vor allem von der eigenen Fischräucherei des Henrichenburger Lokals.

Auch die restlichen Vorspeisen wie Matjes, Ziegenkäse und Consommé überzeugten. Mit den Portionen waren Greinus’ Mitstreiter auch mehr als zufrieden, sie fanden sie für die aufgerufenen Preise sogar etwas zu spendabel.

Ein guter Koch hat stets einen Plan B parat

Als bei der Zubereitung des Hauptgangs die Möhrchen für die Rouladenfüllung herunterfallen, hat Jürgen Greinus direkt einen Plan B. „Ein Koch, der sich nicht zu helfen weiß, ist einfach beschissen“, sagt er drastisch. Sein Plan B kam an und so gab es auch beim Hauptgang keine Kritik.

Ein Koch, der sich nicht zu helfen weiß, ist einfach beschissen.
Jürgen Greinus

In seiner Küche gab er dann für die anderen Teilnehmer auch schon mal den Erklärbär. Denn der Koch alter Schule beherrscht sein Handwerk. Bei der Nachspeise lief es dann nur zu 50 Prozent gut. Das Zwetschgenkompott kam nicht an und die Mousse au chocolat konnte den Italiener Angelo Capobianco nicht überzeugen. Da platzte dem Henrichenburger Küchenchef der Kragen.

Versöhnung gab es aber am nächsten Tag in Bottrop, obwohl Jürgen Greinus da die Low-Carb-Pizza gar nicht schmeckte. Sein Fazit: der Boden zu trocken und an manchen Stellen leicht verbrannt. Trotzdem ließ er sich auf die ihm unbekannte Küche ein und erntete dafür viel Lob.

Versalzener Lachs

Kritik gibt es dann vom Castrop-Rauxeler auch am letzten Tag, als er im Duisburger „Schenkel’s am Sittardsberg“ versalzenen Lachs probierte. Das hatte er schon befürchtet, als er bei der Zubereitung zuschaute. Das bestätigte auch die Konkurrenz am Tisch. Und beim Dessert gab es wieder Kritik vom 64-Jährigen: „Mein Parfait ist kein Parfait“. Recht hat er, das sieht auch der Chef des Hauses ein.

Doch wer machte am Ende das Rennen? Von Starkoch und Moderator Mike Süßer gab es für das Haus Hölter und seinen Küchenchef 9 Punkte. Mit insgesamt 43 Punkten heißt das Platz zwei für das Henrichenburger Restaurant. Jürgen Greinus musste sich nur dem Essener Capofino geschlagen geben.

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