Hebamme war auf internationalem Kongress

In Südafrika

Die Arbeitsbedingungen für Hebammen sind im weltweiten Vergleich sehr unterschiedlich. Darüber konnte sich Ute Wronn vom St. Rochus-Hospital auf einem Internationalen Kongress in Südafrika informieren.

CASTROP-RAUXEL

von Von Gabriele Regener

, 04.08.2011, 16:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei aller Globalisierung sind die Unterschiede weltweit riesig in der Versorgung schwangerer Frauen und der Betreuung durch Hebammen. So ist die Mütter- und Säuglingssterblichkeit in Afrika besonders hoch. Während, statistisch gesehen, die mütterliche Todesrate in Deutschland bei sieben von 100.000 Frauen liegt, sind es in Südafrika mehr als 600 Mütter, die die Geburt ihrer Babys nicht überleben. Ganz extrem war dieser Missstand in Malawi, einem Binnenstaat in Südostafrika. Deshalb war die Hilfe, die der Deutsche Hebammenverband seinem Partnerverband in Malawi zukommen ließ, so wichtig. „Unser deutscher Hebammenverband hat die Ausbildung von drei einheimischen Hebammen gesponsert, die nun in ihre ländlichen Bereiche von Malawi zurückgekehrt sind - bestens vorbereitet, den jungen Frauen zu helfen“, so Wronn, die seit 23 Jahren in diesem Beruf tätig ist.

Doch die Hilfe ist keine Einbahnstraße, vielmehr ist die Verbandspartnerschaft ein Geben und Nehmen. „Wir haben von den Afrikanerinnen gelernt, einen langen Atem zu haben, Problemen mit größerer Gelassenheit zu begegnen“, hebt Ute Wronn die gewonnene Bereicherung hervor. Seit ihrer Rückkehr Ende Juni engagiert sich Ute Wronn wieder in erster Linie für die werdenden und jungen Mütter in der Europastadt. Ihrer Aufgabe als Beauftragte für Internationale Hebammenarbeit widmet sie sich zehn von rund 40 Arbeitsstunden wöchentlich. Beides ist für sie mehr Berufung als Beruf.

Deshalb hofft sie, auch für eine zweite vierjährige Amtsperiode wiedergewählt zu werden. Dann wäre sie auch in Prag dabei, wenn dort im Jahr 2014 der Internationale Hebammenkongress ausgerichtet wird.

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