Junge Firma aus Castrop-Rauxel verkauft Currywurst im Glas

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Die Currywurst hat in der Region Kultstatus. Hot Pott, eine junge Firma aus Castrop-Rauxel, verschickt sie in Glas verpackt in die ganze Welt. Das hat Erfolg, trotz eines satten Preises.

Castrop-Rauxel

, 20.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir machen die leckerste Currywurst, die es in der Region gibt“: Zurückhaltend sind Michaela Gellermann, Stefan Dragon, Roman Martens und Marcus Stawitzki nicht, wenn es um ihr Produkt geht. Das bringt genau 300 Gramm auf die Waage, besteht zu 34 Prozent aus Wurst und zu 66 Prozent aus Soße und nennt sich Currywurst.

So weit, so unaufregend. Currywürste gibt es entlang der Ruhr reichlich, Hersteller, die ihre Version als beste und leckerste anpreisen, ebenfalls. Was also ist anders an der Currywurst des Quartetts, das in Castrop-Rauxel unter dem Firmennamen Hot Pott antritt?

Die Wurst gibt es nur über das Netz

Das lässt sich leicht beantworten: Die Currywurst gibt es erstens nur im Glas und zweitens nur im Internet. Über die Homepage von Hot Pott kann man die Würste samt Soße im Glas in zwei Schärfegraden und zusätzlich in einer Veggie-Variante ebenfalls in zwei Schärfetypen ordern.

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Nicht einzeln, sondern immer in einem Sechser-Pack. Entweder nach Typ getrennt oder in einem Schärfemix. Für 23,95 Euro für sechs Gläser plus Versandkosten von 3,90 Euro. Und dann? „Dann haben Sie Ihre sechs Currywürste am nächsten Tag zu Hause“, sagt Stefan Dragon, Miteigentümer der Firma, die seit Sommer 2019 existiert und ihren Sitz an der Von-Hoffmann-Straße im Mittelstandspark West in Castrop-Rauxel hat.

Zu Hause muss das Glas geöffnet und 3 Minuten bei 800 Watt in der Mikrowelle oder 15 Minuten lang im Wasserbad erhitzt werden. Dann ist sie verzehrfertig, die Currrywurst, deren Soße die Besonderheit ausmachen soll.

Und das schmeckt so aus der Mikrowelle? „Currywurst so lecker wie hier in Berlin – und das muss man erst einmal schaffen.“ „Es ist die beste Currywurst, die ich jemals zuhause zubereitet habe.“ „Die Sauce ist wirklich verdammt gut gelungen.“ 25 von 28 Rezensenten bei Amazon, wo die Würste aus Castrop-Rauxel auch zu haben sind, vergeben 5 Sterne und loben die Würste in höchsten Tönen.

Aber es gibt auch zwei Gegenstimmen: „Die Wurst schmeckt leider nach nichts und die Sauce ähnelt einer Suppe.“ „Sowohl Geschmack wie Aroma entsprechen nicht meinen Vorstellungen.“ Keine Frage, Currywürste waren, sind und bleiben Geschmackssache.

Roman Martens, Stefan Dragon, Michaela Gellermann und Marcus Stawitzki (v.l.) betreiben den Onlinehandel Hot Pott, über den sie ihre selbst entwickelte Currywurst im Glas verkaufen.

Roman Martens, Stefan Dragon, Michaela Gellermann und Marcus Stawitzki (v.l.) betreiben den Onlinehandel Hot Pott, über den sie ihre selbst entwickelte Currywurst im Glas verkaufen. © Thomas Schroeter

Das Geschäft läuft auf jeden Fall. Die Spezial-Currysoße hat das Quartett dabei ursprünglich nicht fürs Internet erfunden, sondern für einen ganz realen Imbisswagen, den man in Herten betrieben hat. „Der ist super gelaufen“, erinnert sich Marcus Stawitzki, der bei Hot Pott heute für den Einkauf zuständig ist.

Der Wagen war dem Team, das sich schon in und mit vielen Firmen ausprobiert hat, dann aber nicht genug. So entstand die Idee des Internet-Handels. In Sachen Marketing kennen sich die Vier aus ehemaligen beruflichen Tätigkeiten aus, also war der Schritt zwar gewagt, aber nicht waghalsig, wie Stefan Dragon betont, der sich unter anderem für Design und Produktentwicklung verantwortlich zeichnet.

In der Büroküche dreht sich auch alles um die eigene Currywurst. Die Herstellung ist inzwischen aber ausgelagert.

In der Büroküche dreht sich auch alles um die eigene Currywurst. Die Herstellung ist inzwischen aber ausgelagert. © Thomas Schroeter

Bis vor kurzer Zeit kochte das Quartett seine Currywürste auch noch selber ein, verpackte sie und brachte sie auf den Weg. „Jetzt ist das Geschäft so groß geworden, dass wir uns einen Betrieb gesucht haben, der das für uns übernimmt. Natürlich nach unseren strengen Vorgaben“, so Dragon.

Das geschehe in der Region. Auch die Würste kämen von hier. „Wir setzen da schon auf Nachhaltigkeit. Darum auch keine Plastikverpackung und keine Plastikgabeln oder so“, sagt Dragon. Und keine Konservierungsstoffe.

Aber 4 Euro für eine Currywurst?

Aber 4 Euro für eine Currywurst? „Wir verwenden hochwertige Zutaten, darum sind wir auch nicht ganz billig“, so Geschäftsführerin Michaela Gellermann. Die Kunden machen es mit. „Inzwischen verschicken wir jeden Tag einen 12-Tonner mit unseren Produkten.“ Und dabei soll es nicht bleiben.

Hot Pott: Neue Markteinführung und Imbisswagen

  • Hot Pott ist eine Unternehmensgesellschaft. Die Gesellschafter haften dabei nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern nur mit dem Geesellschaftsvermögen.
  • Die Currywurst soll nicht das einzige Produkt bleiben. Die nächste Markteinführung soll noch 2020 erfolgen. „Wir verraten aber noch nichts“, so Stefan Dragon.
  • Wer eine Party mit Hot Pott-Würstchen ausrichten möchte: „Wir haben noch den Imbisswagen, damit kommen wir auch zu Feiern“, sagt Marcus Stawitzki.
  • Die bestellten Würste verschickt die Firma nach Deutschland, Österreich, in die Schweiz und in die ganze Welt.
  • Infos online unter www.hot-pott.de
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