Vorbild Berlin: Castrop-Rauxel plant Graffiti-Projekt an A2-Lärmschutzwand

mlzMetropole Ruhr

Castrop-Rauxel ist Teil der Internationalen Gartenausstellung 2027 Metropole Ruhr. Nur ein kleiner. Doch nun soll der „Aufstieg“ her: unter anderem mit Kunst an den A2-Betonwänden in Ickern.

Castrop-Rauxel

, 10.06.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bir zur IGA 2027 (Internationale Gartenausstellung) ist es noch sieben Jahre hin. Doch jetzt verstärkt die Stadtverwaltung in Castrop-Rauxel offenbar die Bemühungen, welche Rolle der Europastadt in der ganzen Metropole Ruhr und speziell der Emscherregion einnehmen wird. Dabei will sie mit ihrem Gelände rund um Emscher und Rhein-Herne-Kanal in Henrichenburg punkten - aber auch darüber hinaus.

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„Wir wollen gerne mit unserem Gebiet Emscherland 2020 auf eine höhere Ebene kommen bei der IGA 2027“, sagt Stadtbaurätin Bettina Lenort nun vor dem Umweltausschuss, der am 16.6. um 17 Uhr im Ratssaal unter anderem dieses Thema berät. Es geht dabei um die Stufen Zukunftsgärten, Unsere Gärten und meine Gärten.

1. Ebene: „Zukunftsgärten“

Die Hauptstandorte der IGA 2027 sind der „Rheinpark“ in Duisburg, die „Zukunftsinsel Gelsenkirchen“ (Nordsternpark und Emscherinsel) und „Emscher Nordwärts“ in Dortmund. Hier werden Besucher Eintritt bezahlen müssen. Zwei weitere Zukunftsgärten mit Sonderausstellungen sollen „Emscherland“ (Castrop-Rauxel/Recklinghausen) und Bergkamen/ Lünen werden. Der Eintritt in die Sonderausstellungen soll kostenfrei sein.

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2. Ebene: „Unsere Gärten“

Auf der Ebene „Unsere Gärten“ werden vorhandene und neue städtebauliche,

landschaftliche und touristische Projekte der Region identifiziert und weiter

qualifiziert. Diese Ebene ist ein essenzieller Bestandteil der Präsentation

des Ruhrgebiets als neue grüne Städtelandschaft. Grünflächen sollen aufgewertet

und zu Themenrouten verbunden werden, die die Metropolregion durchziehen. Hier will die Stadt das Bodendenkmal Burg Henrichenburg platzieren, das für 127.000 Euro auf Vordermann gebracht wird.

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Zwei weitere Projekte sollen hierin aufgehen:

(1) Der Parkkomplex „Rotes Band“ mit der Rennbahn, dem Stadtgarten, dem Erin- Park und dem Goldschmiedingpark sowie der Hammerkopfturm mit dem Baumkreis fallen darunter. Dabei biete jeder Trittstein des Roten Bandes eine Besonderheit der Stadt-, Industrie- und Kulturgeschichte.

Die Orte sollen multimedial präsentiert werden, QR-Codes und Geocaching-Routen sollen dabei eine Rolle spielen. Lenort sagt: „Wir wollen die Besucher von auswärts dazu bringen, auf einer geführten Route die Stadt kennenzulernen.“ Kostenpunkt: 75.000 Euro.

(2) Eine „EmscherSideGallery“ soll entlang der A2 entstehen: Wie bei der Berliner East-Side-Gallery sollen Bürger in Ickern an der Emscherstraße bei Workshops unter Leitung eines international bekannten Künstlers mit unterschiedlichen Bilder an die Lärmschutzwand sprühen. Kostenpunkt: 150.000 Euro.

3. Ebene: „Meine Gärten“

Auf dieser Ebene soll bürgerschaftliches Engagement und die Identifikation mit der Region gefördert werden. Vereine und Privatinitiativen können in der Metropole Ruhr ihre nachbarschaftlichen Grün-Initiativen präsentieren.

Der Sprung auf die Ebene „Zukunftsgärten“ ist nach Lenorts Einschätzung für den „Sprung über die Emscher“ und dem, was mit Emscherland 2020 zusammenhängt, mit der Emschergenossenschaft zusammen zu schaffen. „Wir möchten einer der Hauptausstrahlungspunkte werden“, sagt die Stadtbaurätin. „Dann wäre Castrop-Rauxel auch im Jahr 2027 in aller Munde.“

Für das Galerie-Projekt und die Ausgestaltung der Route „Rotes Band“ will sich die Verwaltung nun von der Politik die Zustimmung einholen, um sie vorantreiben und Fördertöpfe dafür finden zu können. Nach dem Umweltausschuss entscheiden auch der B3 (18.6.) und der Stadtrat in der Woche drauf, wie es weiter geht.

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