IHK Nord-Westfalen präsentiert positive Konjunkturumfrage

Emscher-Lippe-Region

CASTROP-RAUXEL Die Zuversicht steigt. Die Unternehmen in der Emscher-Lippe-Region rechnen in den nächsten Monaten mit einer Verbesserung der äußerst schwierigen Wirtschaftslage. Das zumindest ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Nord-Westfalen.

04.11.2009, 16:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
IHK-Präsident Hans Dieler sprach bei der Vorstellung des IHK-Kunjunkturberichtes.

IHK-Präsident Hans Dieler sprach bei der Vorstellung des IHK-Kunjunkturberichtes.

Bei der Vorstellung des Berichts sprach IHK-Präsident Hans Dieler vom „Licht am Ende des Tunnels.“ Er betonte: „Die Wirtschaft in unserer Region hat sich gefangen – und zwar schneller als allgemein erwartet wurde.“ Verantwortlich dafür seien die positiven Erwartungen der Unternehmen für die nächsten Monate. Fast ein Drittel der Unternehmen (31 Prozent) geht von einer Verbesserung aus. Zu Beginn des Jahres stellte sich das noch ganz anders dar. Damals hielten die Optimisten unter den Firmenchefs einen Anteil von nicht einmal neun Prozent, während diejenigen, die von einer Verschlechterung ausgingen, mit 50 Prozent eindeutig in der Mehrheit waren.IHK Umfrage zeigt auch Schwachstellen auf Die aufkeimende Zuversicht kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die aktuelle Geschäftslage heute keineswegs besser beurteilt wird als zum Jahreswechsel. Im Gegenteil. War es damals noch jedes vierte Unternehmen (26 Prozent), das seine Lage als gut bezeichnete, so ist es momentan nur noch knapp jedes fünfte (19,2 Prozent). Der Anteil der Betriebe, denen es nach eigener Einschätzung „schlecht“ geht, stieg von rund 21 auf 27 Prozent.Hans Dieler verweist auf große Unterschiede Hans Dieler wies darauf hin, dass es aber zwischen den verschiedenen Branchen erhebliche Unterschiede gibt. Bei den Dienstleistern laufe die Konjunktur vergleichsweise rund und der Handel werde „durch einen widerstandsfähigen Konsum gestützt.“ Unbefriedigend sei die Lage in der Industrie. Hier bezeichnen 45 Prozent der Unternehmen ihre Situation als schlecht. Dieler: „Die geringe Investitionsneigung und der stark rückläufige Export haben tiefe Spuren hinterlassen.“ Erleichtert stellte der Präsident fest, dass die Industrie jedoch auch an der Spitze der Aufschwungoptimisten stehe. 42 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung, 11 Prozent mehr als im Durchschnitt.

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