Im Sommer soll ein Konzept für sichere Schulwege stehen

CASTROP-RAUXEL Die Schulwege in der Europastadt sollen sicherer werden. Sicherungspläne für Grundschulen und eine Elternbefragung sollen dabei helfen.

von Von Christoph Witte

, 05.03.2009, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Sommer soll ein Konzept für sichere Schulwege stehen

Schülerlotsen machen Schulwege sicherer.

Verwaltung und Polizei haben in der Vergangenheit schon diverse Maßnahmen entwickelt, um die Unfallgefahr für Schulkinder im Stadtgebiet zu schmälern: z. B. Tempo-30-Zonen, Halteverbote vor Schulen, verstärkte Kontrollen, Radfahprüfungen, Geschwindigkeitsdisplays oder Schülerlotsen an der Martin-Luther-King-Schule.

Facharbeitskreis Im November 2008 saß zum ersten Mal der neu eingerichtete Facharbeitskreis "Verkehrssicherheit" zusammen. Er möchte nun so genannte Sicherungspläne für Grundschulen erstellen. Zunächst seien die Grundschulen Alter Garten, Erich-Kästner und Am Hügel ins Auge gefasst, wie Achim Waldert vom Ordnungsamt am Mittwochabend im Betriebsausschuss 1 erläuterte.

Elternbefragung Dazu bekommen in den nächsten Tagen die Eltern und Kinder Fragebögen mit nach Hause. Sie sollen erfassen, wie die Kinder zur Schule gelangen, welchen Weg sie nehmen, welche Gefahren sie auf diesem Weg sehen, wovor sie Angst haben und ob sie schon einmal in einen Unfall verwickelt waren. "Die Schulen sind sehr begeistert von der Idee", berichtete Waldert. Die Ergebnisse sollen in einen Schulwegeplan einfließen, der - so der Plan - schon im kommenden Schuljahr als fertiges Konzept auf dem Tisch liegen soll.

Schülerlotsen

Hermann-Josef Bohle von der FWI zweifelt an einem schnellen Gelingen: "Das ist ein hehres Ziel und erfordert einen hohen zeitlichen Aufwand." Er schlug im B 1 vor, parallel über die Vestische Arbeit Schülerlotsen zu organisieren, um neuralgische Punkte schon jetzt zu sichern.

Eine Idee, die auch Gudrun Höhle, Schulleiterin der Willy-Brandt-Gesamtschule, im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten bezüglich der Schuldichte an der Bahnhofstraße aufgriff: "In der Innenstadt sind doch Menschen vom Altstadtservice unterwegs. Vielleicht kann man die auch an den Bushaltestellen einsetzen?!"

Achim Waldert dazu: "Wir sollten nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen und erst einmal die Auswertung abwarten."

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