In Deininghausen ist der Gesprächsfaden zur Tower Group gerissen

DEININGHAUSEN Allein gelassen fühlen sich die Mieter in Deininghausen. Nachdem mühselig Kontakt zum dänischen Konzern Griffin Bond als Eigentümer hunderter Wohnungen in Deininghausen aufgebaut waren, haben sich die Besitzverhältnisse in dem Ortsteil längst wieder verändert. Ob endlich mal wieder in den Mietbestand investiert wird, ist offen.

von Von Peter Wulle

, 17.03.2009, 07:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Deininghausen ist der Gesprächsfaden zur Tower Group gerissen

Die Mieter erreichen derzeit weder den Eigentümer noch die Verwaltung.

„Nach Viterra haben wir jetzt wohl schon den fünften Eigentümer in Deininghausen“, stellte Daniel Molloisch (SPD) fest und meinte mit Blick auf das staatliche Engagement bei diversen Banken: „Hier im Wohnungswesen wären mehr Einflussmöglichkeiten ein Segen. Sonst bekommt man keine Stadtentwicklung geregelt.“ Für Udo Behrenspöhler (SPD) steht fest: „Da geht es nur ums Kohle machen.“ Auch Ex-Bürgermeister Nils Kruse (CDU) hält die Situation in Deininghausen für „sehr befremdlich“. 

  Johannes Beisenherz äußerte die Hoffnung, dass es einen weiteren Eigentümerwechsel wohl vorerst nicht mehr geben werde: „Irgendwann ist das Ganze schließlich nicht mehr mit Profit zu verkaufen.“ Weil Eigentum verpflichtet, müsse sich „die Tower soundso“ in Deininghausen um ihre Mieter kümmern. „Würdiges Leben muss möglich sein. Wenn man es mit einem Unternehmen zu tun hat, das sich nicht rührt, ist das ein Riesenärgernis“, so Beisenherz. Er versucht einen Vertreter der Tower Group zu einem Gespräch einzuladen.

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