Wo sonst der Circus Roncalli parkt, steht nun das neue Impfzentrum für den Kreis Recklinghausen. © Gutzeit
Coronavirus

Innerhalb einer Woche 5000 registrierte Helfer für 27 Impfzentren

Im Frühjahr soll das Impfzentrum in Recklinghausen offiziell den Betrieb aufnehmen. Ärzte und medizinisches Personal können sich schon für den Dienst melden. Die Bereitschaft ist groß.

Das Impfzentrum auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen soll ab kommender Woche einsatzbereit sein. Die ersten Impfungen werden aber vermutlich nicht vor dem Frühjahr stattfinden. Doch schon jetzt ist die Bereitschaft von Ärzten und medizinischem Fachpersonal groß, sich in den Impfzentren in Westfalen-Lippe zu engagieren. Ein genauer Personalbedarf steht allerdings noch nicht fest.

Mehr als die Hälfte sind Ärzte

Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Helfer für die Anmeldungen und den Sicherheitsdienst – die Personalanforderungen für den Betrieb der 27 im Raum Westfalen-Lippe geplanten Impfzentren ist enorm. Während für Letztere der jeweilige Kreis zuständig ist, werden die benötigten Ärzte und das medizinische Personal von der Kassenärztlichen Vereinigung gestellt. Seit knapp einer Woche kann sich für den Dienst im Impfzentrum angemeldet werden.

Und die auf Freiwilligkeit basierenden Anmeldungen scheinen gut anzulaufen. Das erklärt zumindest Jana Elbert, Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL): „Innerhalb einer Woche haben wir knapp 5000 Registrierungen zur Unterstützung der Impfzentren verzeichnet. Wir sind sehr erfreut über diese positive Resonanz.“

Mehr als die Hälfte der bislang 5000 Angemeldeten seien Ärzte. Dennoch hoffe man darauf, dass sich auch weiterhin zusätzliches medizinisches Personal und auch Ärzte registrieren. „Man kann jetzt noch nicht abschätzen, wie viele Helfer insgesamt benötigt werden. Das hängt vor allem davon ab, wie viele Impfstraßen jeweils in Betrieb gehen“, betont Elbert. Dies hänge wiederum von den zur Verfügung stehenden Impfdosen ab.

Anmeldungen weiterhin möglich

Doch welche Auswirkungen hat der Dienst im Impfzentrum auf den konkreten Berufsalltag der Ärzte und Helfer? Wichtig sei laut Elbert, dass es sich bei der Mitarbeit im Impfzentrum um eine freiwillige Leistung handele. „Die Ärzte und das medizinische Fachpersonal können bei der Registrierung flexibel ihre verfügbaren Zeiten angeben“, so die KVWL-Sprecherin weiter. Aus diesem Grund gehe man nicht davon aus, dass der Dienst in den Impfzentren Auswirkungen auf die Arbeit in den jeweiligen Praxen haben wird.

Obwohl die Anmeldezahlen der ersten Woche durchaus positiv stimmen, ist die Kassenärztliche Vereinigung auch weiterhin auf der Suche nach freiwilligen Helfern für die Impfaufklärung und Durchführung der Schutzimpfungen. Wer Interesse hat, kann sich über das NRW-Freiwilligenregister anmelden oder sich direkt an die KVWL wenden.

Über den Autor
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
Zur Autorenseite
Marius Paul

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt