Einkommen der Castrop-Rauxeler ist niedriger als im Landes-Durchschnitt

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Insgesamt steht den Castrop-Rauxelern im Jahr deutlich mehr als 1 Milliarde Euro zur Verfügung. Das Einkommen pro Einwohner ist in Castrop-Rauxel im Landesvergleich aber nicht allzu hoch.

Castrop-Rauxel

, 18.11.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jeder Einwohner in Nordrhein-Westfalen verfügte im Jahr 2018 rein rechnerisch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 22.294 Euro. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilt, waren das 747 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Auch in Castrop-Rauxel ist das Einkommen gestiegen. Der Landesschnitt wird aber genauso wenig wie im gesamten Kreis Recklinghausen erreicht.

Zuerst ein Blick in die Spitze. Nicht die Landeshauptstadt Düsseldorf oder Köln steht dort, sondern Attendorn im Kreis Olpe hat das höchste verfügbare Einkommen je Einwohner aller 396 Städte und Gemeinden in NRW: 39.443 Euro. Rein rechnerisch kamen auf jeden Einwohner Kölns mehr als 22.402 Euro. In der Landeshauptstadt lag das verfügbare Einkommen bei durchschnittlich 26.087 Euro.

Zurück ins Ruhrgebiet und nach Castrop-Rauxel, wo man von Attendorner Zahlen nur träumen kann. Die Europastadt sorgt sogar dafür, dass der Kreisschnitt sinkt. Die Castrop-Rauxeler hatten im Schnitt ein verfügbares Einkommen von 20.092 Euro. Damit liegen die Bürger der Stadt um 2202 Euro unter dem Landesschnitt und um 334 Euro unter dem Kreisschnitt (20.426 Euro).

Das durchschnittliche Einkommen, so IT.NRW, ist als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung der Gemeinden zu verstehen und ermöglicht Aussagen zur lokalen Kaufkraft. Dabei bleibt die regionale Preisentwicklung aber unberücksichtigt.

Castrop-Rauxel verzeichnet ein Plus von 774 Euro

Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Statistiker des Landesamtes die Summe, die den privaten Haushalten nach Abzug der Steuern und Sozialabgaben und zusätzlich empfangenen Soziallleistungen „für Konsum- und Sparzwecke“ frei zur Verfügung steht. Arbeitnehmerentgelt und Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen fließen in die Einkommenssumme ein.

Die aktuellsten Zahlen stammen aus dem Jahr 2018. Im Vergleich zum Jahr 2017 (19.318 Euro Durchschnittseinkommen) gab es in Castrop-Rauxel ein Plus von 774 Euro. Auf alle Städte und Gemeinden in NRW bezogen, hat sich die Europastadt damit zum Vorjahr zwar um drei Plätze verbessert, liegt aber NRW-weit weiterhin nur auf Platz 359.

Auch kreisweit hat das verfügbare Einkommen zugenommen und zwar um 741 Euro. Bei Weitem am besten steht Haltern da. Hier hatten die Einwohner durchschnittlich 24.295 Euro zur Verfügung, 2001 Euro mehr als der Landesschnitt und 925 Euro mehr als 2017. Damit liegt die Seestadt im Landesvergleich auf Platz 95.

Das niedrigste Einkommen im Kreis haben die Oer-Erkenschwicker

Den höchsten Zuwachs im Vergleich zwischen 2017 und 2018 nach Haltern hat die Stadt Recklinghausen (+923 Euro). Deren Einwohnern stehen durchschnittlich 21.200 Euro zur Verfügung. Zweitbeste Kommune ist Waltrop (22.018 Euro), dicht gefolgt von Dorsten (21.833 Euro). Der Zuwachs in Waltrop belief sich auf 838 Euro, der in Dorsten auf 788 Euro.

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Das niedrigste verfügbare Einkommen im Kreis hat Oer-Erkenschwick mit 18.276 Euro. Knapp davor liegt Gladbeck mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen pro Person von 18.285 Euro. Am unteren Ende der Landes-Skala rangiert übrigens Gelsenkirchen mit 16.450 Euro.

Alle privaten Haushalte zusammengenommen fallen auf Castrop-Rauxel 1,481 Milliarden Euro verfügbares Einkommen. Insgesamt belief sich das verfügbare Einkommen im Jahr 2018 in Nordrhein-Westfalen auf rund 399,6 Milliarden Euro. Von allen Städten und Gemeinden des Landes wiesen Köln (24,3 Milliarden Euro) und Düsseldorf (16,1 Milliarden Euro) die höchsten Einkommenssummen auf.

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