141 Menschen werden aktuell wegen Covid-19-Erkrankungen in den Kliniken im Kreis Unna behandelt (Symbolbild). © dpa
Coronavirus

Jedes fünfte Bett auf Intensivstationen im Kreis Recklinghausen noch frei

Die Triage, die Entscheidung der Ärzte über Leben und Tod, wird in einigen Städten Deutschlands bereits Thema. Auch in den Krankenhäusern im Kreis nimmt die Zahl der Corona-Patienten zu.

In einigen deutschen Krankenhäusern wird Meldungen zufolge bereits über eine Triage nachgedacht. Also über die schwere Entscheidung, welche Patienten man weiter intensiv behandeln kann, wenn die Ressourcen knapp werden.

In den Krankenhäusern im Kreis Recklinghausen werden zurzeit 243 Covid-19-Patienten stationär behandelt, 44 von ihnen intensivmedizinisch.

Dem Divi-Intensivregister zufolge gibt es im Kreis Recklinghausen 227 Intensivbetten. Von ihnen sind Stand Donnerstagmittag (17.12.) 182 belegt. 45 oder etwa 20 Prozent sind frei. In diesen Betten liegen allerdings nicht nur Covid-19-Patienten. Die Corona-Erkrankten machen mit 45 den kleineren Teil aus. Nach Divi-Angaben werden von ihnen 27 beatmet.

In Dortmund beträgt der Anteil der freien Betten rund 15 Prozent. Hier werden 27 Fälle in den Intensivstationen behandelt, 10 von ihnen werden beatmet. In Bochum werden 33 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 24 von ihnen werden beatmet. Hier sind 16 Prozent der Intensivbetten nicht belegt.

Zahlen sind gerade in den vergangenen Tagen stark gestiegen

Der Blick in die Statistik zeigt, dass gerade in den vergangenen Tagen die Zahlen stark gestiegen sind:

– 1. Dezember: 172 Corona-Patienten wurden in Krankenhäusern des Kreises behandelt, 32 auf den Intensivstationen.

– 12. Dezember: 192 Corona-Patienten, 28 auf den Intensivstationen

– 15. Dezember: 213 Corona-Patienten, 42 auf der Intensivstation.

Noch ein Blick zurück. Bis zum 31. August waren insgesamt 237 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern stationär aufgenommen worden, am 31. August selbst waren es 5.

Fast 90 Prozent der Patienten sind über 60 Jahre alt

Betroffen sind vor allem die älteren Menschen. 87,7 Prozent der stationär behandelten Patienten sind über 60 Jahre alt. Die Patienten zwischen 60 und 69 Jahren bilden davon mit 19 Prozent den kleinsten Anteil. Die 70- bis 79-Jährigen machen 37,3 Prozent aus, die über 80-Jährigen 31,4 Prozent.

Gerade der Blick auf die aktuellen Todesfälle zeigt aber, dass längst nicht nur die ältesten Bürger gefährdet sind. In Castrop-Rauxel gab es beispielsweise am Donnerstag und Freitag drei Todesopfer. Sie waren 61, 69 und 72 Jahre alt.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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