Mechthild Nuhnen und Karin Gaudigs im Sommer 2015 beim Abschied der Rektorin. Nun ist die einstige Stellvertreterin, die fünfeinhalb Jahre die Grundschule in Henrichenburg kommissarisch leitet, auch richtige Nachfolgerin. © Michael Fritsch (A)
Grundschule

Jetzt ist es offiziell: Karin Gaudigs ist Rektorin in Henrichenburg

Henrichenburgs Grundschule hat nach fünfeinhalb Jahren wieder eine echte Rektorin. Nach langer Wartezeit ist bei Leiterin Karin Gaudigs das Wort „kommissarisch“ gestrichen worden.

Im Sommer 2015 wurde Mechthild Nuhnen als Leiterin der Grundschule Alter Garten in Henrichenburg verabschiedet. Seither leitete Karin Gaudigs als ihre Nachfolgerin die Schule. Mit einem Haken: als kommissarische Leiterin. Nach nun fünf Jahren wurde kurz vor Weihnachten das „kommissarisch“ gestrichen. Gaudigs ist nun offiziell Rektorin.

„Es wurde nun formal nachvollzogen, was bereits seit einigen Jahren gelebte Praxis und von guter Zusammenarbeit geprägt war und ist“, sagte jetzt Sozialdezernentin Regina Kleff auf Anfrage unserer Redaktion. „Wir freuen uns sehr. Bereits seit der Pensionierung von Mechthild Nuhnen hat Karin Gaudigs alle entsprechenden Aufgaben wahrgenommen“, so Kleff weiter.

Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Leiterinnen der Grundschulen in Castrop-Rauxel gehörte dazu, sagte Regina Kleff. So habe es nun keine Veränderung in der stets guten Kooperation der Schulen gegeben.

Nachfolge schien längst geregelt

Dabei galt Gaudigs schon lange als Kronprinzessin von Mechthild Nuhnen. Sie war Konrektorin seit vielen Jahren und sollte die Leitung übernehmen, wenn sie die Henrichenburger Grundschule verlässt. Aber das Ganze scheiterte offiziell zunächst an einer wohl unzureichenden Leistungsbeurteilung von Karin Gaudigs.

Karin Gaudigs leitete die Grundschule Alter Garten fünfeinhalb Jahre kommissarisch. Nun ist sie auch offiziell Rektorin in Henrichenburg.
Karin Gaudigs leitete die Grundschule Alter Garten fünfeinhalb Jahre kommissarisch. Nun ist sie auch offiziell Rektorin in Henrichenburg. © Carsten Sander (A) © Carsten Sander (A)

Bei allen Betroffenen, auch bei Eltern der Schulgemeinde, stieß das auf großes Unverständnis. 2017 gab es einen anderen auswärtigen Bewerber, der ihr vor die Nase gesetzt werden sollte. Er kannte die Hintergründe der Stellennachfolge aber nicht und verzichtete dann darauf, die Stelle anzutreten, als er vor Ort die Stimmung mitbekam.

Nach fünfeinhalb Jahren Provisorium heißt es jetzt Ende gut, alles gut. Denn es gibt einen grassierenden Rektorenmangel an Grundschulen, die zum Teil kommissarisch oder zum Teil von Rektorinnen anderer Schulen mitgeleitet wird.

Coronabedingt kleine Feierstunde

Bei einer Corona-bedingt sehr klein ausgefallenen Feierstunde kurz vor den Weihnachtsferien wurde Gaudigs offiziell zur Rektorin ernannt. Die Stadtverwaltung und die Schulaufsicht waren in sehr kleiner Mannschaft vertreten. An der Arbeit an der Schule selbst ändert das nichts, am Ende ist es lediglich als Formalie zu bezeichnen, die sich aber in einer Beförderung von Karin Gaudigs niederschlägt.

Jetzt zum Monatswechsel Februar/März erhielt Karin Gaudigs dann auch ihr Dokument, also die Urkunde, dazu: „Ich leite jetzt offiziell die Schule“, sagte sie am Montag (1.3.). Und noch etwas: Auch die kommissarische Leitung der Elisabethschule in Obercastrop übernimmt sie mit. Die Leitung dort lief zuletzt auch nur kommissarisch.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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