JobAct wird ausgeschrieben

CASTROP-RAUXEL Dass mit Theater Jugendliche in Arbeit oder Ausbildung zu bringen seien - anfangs wollte das so recht niemand glauben. Doch mit dem JobAct bewies die Projektfabrik aus Witten das Gegenteil.

von Von Benedikt Reichel

, 12.09.2007, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das JobAct-Logo

Das JobAct-Logo

Zwei Mal hintereinander schafften es das Team aus Theaterpädagogen und Bewerbungstrainer mehr als 50 Prozent der Teilnehmer zu vermitteln. Zählt man die Jugendlichen hinzu, die sich nach JobAct für eine weiterführende Schullaufbahn entschieden, steigt die Quote in Castrop-Rauxel sogar auf über 70 Prozent.

Doch nun rückt die weitere Zusammenarbeit zwischen der Projektfabrik als Ideengeber und der Vestischen Arbeit als Finanzier in weite Ferne. "Das Projekt wird ausgeschrieben", verkündete am Mittwoch Ulrich Kupke, Sprecher der Vestischen Arbeit. Dies sei das Ergebnis eines Gespräches zwischen der Vestischen Arbeit und dem regionalen Einkäufer für Jugendprojekte in Düsseldorf am vergangenen Freitag.

Name ist geschützt

"Es gibt eine gesetzliche Grundlage, um der Vielfalt der Träger gerecht zu werden", rechtfertigt Kupke die Entscheidung. Heißt: Mit dem Erfolg von JobAct wurde aus der zweijährigen "Probephase" eine so genannte ausschreibungspflichtige Maßnahme. "Wir müssen auch anderen Träger die Möglichkeit geben, Projekte zu machen", erklärt Kupke und ergänzt: "Wir wollen auf jeden Fall eine theaterpädagogische Maßnahme, doch welchen Namen sie tragen wird, kann ich noch nicht sagen." Den Titel JobAct hat sich die Projektfabrik vorausschauend schützen lassen.

"Für Castrop-Rauxel wäre es Schade, wenn wir JobAct nicht mehr machen könnten", sagte Sandra Schürmann, Chefin der Projektfabrik, die gestern erst durch unsere Zeitung von der geplanten Ausschreibung erfuhr. Schließlich hat mit Job Act in Castrop-Rauxel die Arbeit der Projektfabrik vor zwei Jahren begonnen. Inzwischen ist sie deutschlandweit in 20 Städten tätig. "Wir werden uns wahrscheinlich bewerben", so Schürmann, "und dann schauen wir mal, was kommt."

Nach den Vorstellungen von Ulrich Kupke soll ein neues theaterpädagogisches Projekt im Januar beginnen - mit oder ohne dem Titel "Job Act".

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