Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern soll an besonderen öffentlichen Plätzen in diesem Jahr verboten werden. © picture alliance/dpa
Corona-Maßnahme

Kein Feuerwerk auf öffentlichen Plätzen: Was bedeutet das für Supermärkte?

Die Länder haben sich für Silvester auf ein Feuerwerksverbot an öffentlichen Stellen geeinigt. Für Supermärkte sind Feuerwerkskörper ein lohnendes Geschäft. Welche Folgen hat das Verbot?

Ein Silvester ohne Feuerwerk? Eigentlich unvorstellbar. Angesichts der aktuellen Corona-Krise werden die beliebten Feuershows in diesem Jahr zumindest deutlich kleiner ausfallen, denn: Auf öffentlichen Plätzen und Straßen soll das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht verboten werden. Darauf haben sich die Bundesländer jetzt geeinigt.

Hunderte von Euros gibt mancher Feuerwerk-Enthusiast jedes Jahr für die perfekten Böller, Raketen und Silvesterknaller aus. Doch zumindest auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen muss in diesem Jahr darauf verzichtet werden.

Interesse an Feuerwerk seit Jahren sehr groß

Wie am Dienstagmorgen (24.11.) bekannt wurde, haben sich die Ministerpräsidenten auf neue Regelungen für Weihnachten und Silvester geeinigt. Dazu zählt unter anderem, dass auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen das Abbrennen von Feuerwerkskörpern untersagt wird. Dadurch sollen größere Menschenansammlungen vermieden werden.

Doch wie gravierend ist diese Maßnahme für Supermärkte, die mit dem Verkauf von Feuerwerkskörpern einen enormen Umsatz generieren? Das Interesse an Feuerwerk sei seit Jahren sehr groß, betont unter anderem Aldi-Sprecher Christian Salmen.

„Als Discounter richten wir unser Angebot sehr stark nach den Wünschen unserer Kunden aus. Deshalb beobachten wir kontinuierlich, wie sich die Nachfrage nach Feuerwerk auch vor der perspektivischen Errichtung von Sperrzonen entwickelt“, so Salmen.

Zwar nenne man zu Verkaufszahlen keine näheren Details, angesichts der Situation in diesem Jahr wolle man mit dem Sortiment allerdings auch dazu beitragen, „dass unsere Kunden trotz der Umstände ein besonderes Silvesterfest erleben können – wenn auch im kleinen Kreise und mit ausreichend Abstand“, erklärt Salmen.

80 verschiedene Artikel im Angebot

Auch bei Kaufland plant man derzeit mit dem Verkauf von Feuerwerkskörpern. Man verweist allerdings auch auf mögliche Änderungen. „Wir verfolgen die aktuelle Diskussion sehr aufmerksam. Sollte es entsprechende Reglementierungen geben, werden wir diese selbstverständlich einhalten“, sagt Unternehmenssprecherin Alisa Götzinger.

Insgesamt umfasse das geplante Angebot knapp 80 verschiedene Artikel. Laut Götzinger plädiere man grundsätzlich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Angesichts der dynamischen Corona-Situation müsse man noch abwarten, ob weitere Schritte erforderlich werden.

Noch kein Thema sind die möglichen Auswirkungen der neuen Silvester-Regeln für die Edeka-Filialen. „Die Frage, ob wir in diesem Jahr möglicherweise den Verkauf von Feuerwerkskörper reduzieren, oder sogar vollkommen einstellen, ist bislang noch nicht aufgekommen“, sagt Robin Huskotte, stellvertretender Markleiter der Castrop-Rauxeler Edeka-Filiale Gronemann an der Dortmunder Straße.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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