Kein Rewe-Lieferdienst mehr: Paar erhält viele Hilfsangebote

Einzelhandel in Corona-Zeiten

Woher die Lebensmittel bekommen, wenn man die Einkäufe nicht selbst tragen kann? Für Angelika Harms und Thomas Frauendienst aus Castrop-Rauxel war das ein Riesenproblem. Doch es gab Hilfe.

Castrop-Rauxel

, 22.07.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angelika Harms und Thomas Frauendienst haben ihr Einkaufsproblem gelöst.

Angelika Harms und Thomas Frauendienst haben ihr Einkaufsproblem gelöst. © Fritsch (Archiv)

So entrüstet Thomas Frauendienst war, so froh ist er jetzt. Er und Angelika Harms haben das Problem ihrer Lebensmitteleinkäufe gelöst. Weil Rewe Pöttinger in Habinghorst den Lieferdienst aus Kapazitätsgründen auf ein bestimmtes Gebiet reduziert hatte, bekamen sie plötzlich ihre Einkäufe nicht mehr nach Hause gebracht.

Diskriminiert hatten sie sich gefühlt, so das Paar, das auf Gehhilfen angewiesen ist. Überrascht waren sie jetzt, wie viele Hilfsangebote sie auf den Bericht unserer Redaktion bekommen haben.

„Sie sind so liebe Menschen“

„Ich würde den Einkauf sofort für die beiden übernehmen. Sie sind so liebe Menschen“, kommentierte eine Castrop-Rauxelerin bei Facebook. Auch telefonisch meldeten sich Menschen, die dem Paar helfen wollen. „Einige kannten wir aus unserer ehrenamtlichen Arbeit“, berichtet Thomas Frauendienst. Sie hätten Hilfe beim Einkauf oder beim Transport angeboten: „Ich war von den Socken.“

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Er selbst habe sich die Finger wund gewählt, um einen Markt mit Lieferdienst zu finden. Das sei in Castrop-Rauxel gar nicht so leicht. Inzwischen ist er fündig geworden. Lebensmittel werden ihm jetzt von einem Lebensmittelgeschäft an der Dortmunder Straße geliefert, Getränke kommen von einem anderen Lieferdienst.

Die angebotene Hilfe müssen sie deshalb nicht in Anspruch nehmen. „Ich will das nicht ausnutzen“, sagt er, „aber wir sind sehr dankbar dafür.“

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