Keine Corona-Masken in der Kita: Ministerium erklärt die Hintergründe

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Sollte es eine Maskenpflicht in Kindertagesstätten geben? In den Castrop-Rauxeler Kitas kommen täglich zig Kinder und Erzieherinnen sich sehr nah, ohne Masken zu tragen. Warum eigentlich?

Castrop-Rauxel

, 18.10.2020, 04:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die 2. Welle des Coronavirus rollt in diesem Herbst durch die Region. Aber an den Kitas in Castrop-Rauxel läuft ein Regelbetrieb, bei dem Erzieherinnen und Kinder sich durchmischen und dabei überwiegend keine Masken tragen. Dafür gibt es auch gute Gründe.

Das Landesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration verweist auf zwei Verordnungen, die Regelungen zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen enthalten. In der Coronabetreuungsverordnung (§ 2 Abs. 6) ist festgehalten, dass erwachsene Personen in Kindertagesbetreuungsangeboten eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen, wenn der Mindestabstand, insbesondere beim Betreten und Verlassen der Einrichtungen, nicht eingehalten werden kann. Damit sind Eltern und Gäste adressiert.

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Kinder bis zum Schuleintritt sind gemäß § 2 Abs. 3 Coronaschutzverordnung von der Maskenpflicht befreit. Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen sei für Kinder nicht umsetzbar, so Henning Severin, Sprecher des Ministeriums. Und: „Für die pädagogische Arbeit im direkten Kontakt mit den Kindern empfehlen wir das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung nicht. Es kann aber vor Ort umgesetzt werden. Die Entscheidung darüber obliegt dem Träger im Rahmen seiner Gesamtverantwortung für die Einrichtung.“

In den meisten Kitas in Castrop-Rauxel tragen Erzieherinnen bei der direkten Arbeit mit den Kindern keine Masken.

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