Kind (11) auf Autobahnparkplatz missbraucht: Mann aus Lünen angeklagt

Landgericht

Im Fall des auf einem Castrop-Rauxeler Autobahnparkplatz missbrauchten Jungen beginnt am 10. Dezember ein weiterer Prozess. Ein Mann aus Lünen muss sich in Dortmund vor Gericht verantworten.

Castrop-Rauxel

, 07.12.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Autobahn-Rastplätze Holterhauser Bruch und Lusebrink sind bekannt in der Homosexuellen-Szene: Einige treffen sich dort zum Geschlechtsverkehr.

Die Autobahn-Rastplätze Holterhauser Bruch und Lusebrink sind bekannt in der Homosexuellen-Szene: Einige treffen sich dort zum Geschlechtsverkehr. © RVR 2019 Aerowest / Meixner

Schon die Verhandlung gegen den Vater des Kindes hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Der Mann hatte seinem elfjährigen Jungen Kokain gegeben und war mit ihm zu dem Castrop-Rauxeler Parkplatz gefahren, von dem er wusste, dass sich dort die Homosexuellen-Szene trifft.

Treffen im Toilettenhaus

Am Nachmittag des 27. März 2019 war der Vater schließlich zusammen mit seinem Kind und einem weiteren Mann im Toilettenhäuschen des Parkplatzes an der A42 verschwunden. Dort kam es zu sexuellen Handlungen. Ein Zeuge, der die beiden Männer und den Jungen beobachtet hatte, hatte damals die Polizei gerufen.

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Das Dortmunder Landgericht verhängte gegen den Vater des Kindes in einem ersten Prozess fünfeinhalb Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs. Jetzt soll sich auch der Mann vor der 31. Jugendschutzkammer verantworten, der damals zusammen mit dem Mann und dem Kind in das Toilettenhäuschen gegangen war.

Angeklagter ist auf freiem Fuß

Der 46-jährige Angeklagte aus Lünen soll nach seiner Festnahme zunächst in Untersuchungshaft gesessen haben. Inzwischen befindet er sich aber wieder auf freiem Fuß. Nur deshalb konnten so viele Monate zwischen der Tat und dem Beginn des Prozesses vergehen.

Die Richter gehen davon aus, dass die Verhandlung mindestens bis Februar andauern wird.

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