Kinder brauchen Wurzeln und Flügel

Eltern-Universität

Die erste Eltern-Universität in Castrop-Rauxel stand am Samstag unter dem Motto "Erziehen, Bilden, Begleiten - Was unsere Kinder brauchen".

CASTROP-RAUXEL

von Von Julia Swierczyna

, 09.10.2011, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Eltern konnten eine Menge Informationen mitnehmen.

Die Eltern konnten eine Menge Informationen mitnehmen.

Den ganzen Samstag lang konnten Interessierte an Workshops teilnehmen, die von Dozenten wie Prof. Dr. Leyendecker, Mitarbeitern der Drogenhilfe oder von Familienpsychologen gehalten wurden. Angemeldet hatten sich 94 Eltern, aber auch Fachkräfte aus dem erzieherischen Bereich sowie Schüler des Berufskollegs. Sie konnten eine Menge lernen zum Beispiel über Lese- und Rechtschreibschwächen, den gesetzlichen Jugendschutz, wie man Grenzen richtig setzt, wie eine Babymassage funktioniert oder wie sich Stiefeltern am besten verhalten können.

Außerdem möchte die Elternuniversität nicht nur mit Wissen unterstützen, sondern auch Raum für Kontakte und Gespräche geben. Dabei stellte Prof. Dr. Birgit Leyendecker von der Ruhr-Universität Bochum zu Beginn ihres Vortrag klar: „Es gibt keine Regel oder Anweisung. Kinder sind nun einmal nicht wie Blaubeerkuchen und lassen sich nicht nach Rezept formen.“ Viel wichtiger sei es heute, zu schauen, was man Kindern anbietet, um sie dann individuell zu fördern. Mit fünf Workshop-Runden am Vormittag und sieben am Nachmittag waren die Interessierten gut beschäftigt. Der Tag begann bereits um 9 Uhr mit einer Begrüßung und einem Stehkaffee. Nach dem Einführungsvortrag von Prof. Dr. Leyendecker starteten die Workshops dann um 11.15 Uhr. Bevor es am Nachmittag weiterging, gab es einen Infoblock, der Gelegenheit zum Diskutieren bot.

Und was gibt es nun für Tipps und Tricks bei der Erziehung zu beachten? Melanie Heine vertritt da eine ganz strenge Ansicht. „Ich kann ganz einfach nur sagen, es gibt keine Tricks oder Kniffe. Das ist ja das Spannende an der Erziehung. Jedes Kind ist anders und eben kein Blaubeerkuchen“, zitierte sie lachend Prof. Leyendecker, die Referentin. Da werden ihr wohl jede Mutter und jeder Vater zustimmen.

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