Kirchenverkauf ist die Ausnahme

Befragung

Der Kirchenkreis will weiter "nah bei den Menschen" sein - und möglichst keine Kirchen aufgeben. Anders sieht es bei den neuapostolischen Kirchen aus.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 04.05.2013, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die neuapostolische Kirche an der Bochumer Straße steht zum Verkauf.

Die neuapostolische Kirche an der Bochumer Straße steht zum Verkauf.

"Genauso gut hätte man auch schreiben können 'Erdbeben in Castrop möglich' ", sagte er. Ausgangspunkt der Debatte war eine Stellungnahme der Habinghorster Gemeinde zum Bebauungsplan Wartburgstraße/Mittelstandspark West, bei dessen Realisierung die Habinghorster Protestanten eine Wertminderung ihrer angrenzenden Liegenschaften befürchten. Laut Wittekind ist der Kirchenkreis sehr daran interessiert, kleine Gemeinden zu erhalten, um "nah bei den Menschen" zu bleiben. Auch der Referent des Dekanates Emschertal, Heinz Otlips, schloss eine Trennung von Kirchen zum jetzigen Zeitpunkt aus. "Das heißt nicht, dass das in zwanzig Jahren nicht anders aussehen könne", schränkte er ein. Priorität habe jetzt aber der Start der beiden Großpfarreien im Norden und Süden.

Nach den Worten des Pressesprechers der Neuapostolischen Kirche, Helmut Grüning, wird die Glaubensgemeinschaft nach der Kirche in Obercastrop (Bochumer Straße) am 15. Mai auch das Gebäude an der Eckerner Straße in Ickern aufgeben. Der Umzug in die generalsanierte Kirche an der Recklinghauser Straße finde am 9. Juni statt. Langfristig, so Grüning, werde man sich darüber hinaus auch vom Standort Querstraße trennen. Für welchen Preis die Kirche an der Bochumer Straße veräußert werden soll, steht bislang noch nicht fest. Die entsprechende fachliche Bewertung stehe noch aus, hieß es dazu.

Lesen Sie jetzt