Kita „Mikado“ ist seit einer Woche zu: Eltern warten auf Testergebnisse

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Gleich vier Corona-Fälle gibt es in der Kita „Mikado“. Daher ist die Einrichtung seit gut einer Woche dicht. Alle Erzieher und Kinder wurden getestet – und warten ungeduldig auf Ergebnisse.

Castrop-Rauxel

, 21.10.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem 13. Oktober bleiben die Türen der städtischen Kindertagesstätte „Mikado“ auf Schwerin zu: Eltern müssen damit seit gut einer Woche ihre Kinder selbst betreuen. Vier bestätigte Corona-Fälle gibt es insgesamt bei „Mikado“. Daher habe das Kreisgesundheitsamt keinen anderen Ausweg gesehen, als den Betrieb der Kita vorerst einzustellen und alle Erzieher, Erzieherinnen und Kinder testen zu lassen, heißt es bei der Pressestelle der Stadt.

Wie viele Kinder und Erzieher genau einen Abstrich machen mussten, konnte Uta Stevens, Sprecherin der Stadt, nicht sagen. Es sei aber eine „große Testung“ gewesen. Die Kita „Mikado“ ist mit ihren vier Gruppen keine kleine Kita.

Die Tests wurden am Freitag, 16. Oktober, gemacht – und seitdem warten alle sehnsüchtig auf die Ergebnisse. Die Eltern machten sich Sorgen, schreibt ein Leser, der sich an uns gewandt hat.

Die Labore brauchen länger für die Auswertung

„Ich kann das verstehen, dass man da sitzt und wartet“, sagt Lena Heimers, Sprecherin des Kreises Recklinghausen. Aber es gehe zur Zeit einfach nicht schneller.

Keine 24 Stunden vom Test bis zur Auswertung, das sei mal das Ziel gewesen. Doch das könne mittlerweile überhaupt nicht mehr eingehalten werden, sagt sie: „Die Labore brauchen länger.“ Das Aufkommen sei schlicht zu hoch.

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„Jeden Tag haben wir Tests im vierstelligen Bereich“, erklärt Heimers. Und wenn dann auch noch ein Wochenende dazwischen liegt wie bei den Mikado-Testungen, könne es sich noch etwas verzögern. Die Labore arbeiteten zwar auch am Samstag und Sonntag, aber nicht in dem Umfang wie unter der Woche.

Keine Prognose, wann die Tests durch sind

Dass die Mikado-Eltern und -Erzieher noch auf ihre Ergebnisse warten, sei zur Zeit „nicht unüblich“. Leider könne sie keine Prognose abgeben, wann die Auswertungen durch sind. Generell gilt: Ist ein Corona-Test positiv, wird das sofort dem Gesundheitsamt gemeldet, das sich dann ebenfalls sofort bei den Betroffenen meldet. Ist ein Test negativ, läuft die Meldekette über das Deutsche Rote Kreuz (DRK), was etwas länger dauern könne. Wo es jetzt hängt, ob das Labor noch nicht durch ist mit den Tests oder das DRK mit den Meldungen, das lasse sich nicht sagen, erklärt Heimers.

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Direkte Kontaktpersonen sind in Quarantäne

Für Eltern und Erzieher hängt viel ab von den Testergebnissen: Zum einen bringen sie Gewissheit, ob jemand erkrankt ist. Zum anderen entscheiden sie darüber, ob, wann und in welchem Umfang die Kita wieder öffnen kann.

Zur Zeit sind alle Kinder und Erzieher, die direkten Kontakt zu den Corona-Infizierten hatten, in Quarantäne, sagt Stadtsprecherin Stevens. Wie viele Personen das insgesamt sind, könne sie nicht sagen. Bei vier positiven Fällen sei aber von einigen direkten Kontaktpersonen auszugehen.

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