Kleingärten sind nicht nur was für Rentner

Gärten mit Zukunft

Kleingärten sind längst kein Rentnerclub mehr, wie viele noch glauben. Der Bezirksverband der Kleingärten Castrop-Rauxel / Waltrop tritt den Gegenbeweis an: mit vielen jungen Familien und einer bislang einmaligen Kinder- und Jugendinitiative.

HABINGHORST

von Von Gabriele Regener

, 29.04.2011, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gemeinsam beackern hier Jung und Alt den Garten.

Gemeinsam beackern hier Jung und Alt den Garten.

Erst zwei Jahre mit von der Partie und voller Tatendrang ist auch Angelika Bröder. "Eigentlich wollte ich einen Bauernhof. Als das nichts wurde, habe ich hier mein grüne Oase gefunden", lacht sie. Ein Glücksgefühl, das sie gern teilen möchte, vor allem mit Kindern und Jugendlichen. "Wir wollen der jungen Generation für die Umwelt sensibilisieren, wollen sie so zu mehr Kompetenz im Umgang mit ihr und den Menschen führen", erklärt sie.

Als eine der Aktiven der im Januar gegründeten Kinder- und Jugendinitiative engagiert sie sich mit weiteren ehrenamtlichen Helfern, dieses Anliegen auf ein solides Fundament zu stellen. Sie haben einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert, erwerben derzeit den Jugendleiterschein, um professionell Gruppen führen, Spiele und Naturprojekte anbieten zu können. Beispiele für ein lebendiges Miteinander nennt Stephan Bevc, 44 Jahre alt und schon 18 Jahre aktiv im Kleingartenwesen: Nicht nur Pflanzenvielfalt, auch eine bunte Mischung Menschen mache die besondere Atmosphäre aus. Längst sind unterschiedliche Nationalitäten vertreten, die mit ihren speziellen Gemüse- und Obstsorten die Gartenkultur und Rezeptvielfalt bereichern. Zusammen werden Zukunftspläne geschmiedet, wie eine "freiwillige Feuerwehr" vor – ein Trupp junger Menschen, die die ältere Generation bei der Gartenarbeit unterstützt.

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