Klinik-Zahlen: So viele beatmete Covid-19-Patienten wie noch nie

Coronavirus

Die Kliniken im Kreis Recklinghausen melden seit Tagen Zahlen, die Höchstständen nahe kommen. Bei den Covid-19-Patienten, die ein Beatmungsgerät benötigen, ist dieser seit Freitag überschritten.

Kreis Recklinghausen

, 23.04.2021, 18:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Divi-Intensivregister ist neben der reinen Infektionszahlen der Gradmesser für die dritte Welle der Pandemie vor Ort: Wenn die Kliniken durch schwere Krankheitsverläufe bei Covid-19-Patienten überfordert sind, dann wird die Zahl der Toten steigen. Das ist Intensivmedizinern und Epidemiologen klar.

Darum ist die Meldung, die am Freitagmorgen im Divi-Intensivregister nachzulesen ist, so frappierend: 29 Menschen waren am Vormittag auf Intensivstationen mit invasiver Beatmung. Das sind die Menschen, deren Krankheiten besonders lebensbedrohlich verlaufen. Wer über längere Zeit ein Beatmungsgerät benötigt, für den wird es besonders schwer, sich wieder zu erholen.

In der Pandemie gab es vor der dritten Welle nie mehr als 24 gleichzeitig in dieser extremen Weise versorgte Patienten. Anfang April waren es um die 5. Am Donnerstag meldeten die Kliniken dann 25 Beatmungs-Patienten. Durch Covid-Fälle belegt waren am Freitag wie die ganze Woche um die 47 Intensivbetten, Anfang April 17. Die Zahl der freien Intensivbetten gibt das Register mit 27 an. Anfang April waren es um 40.

Die Zahl der akuten Infektionen in Castrop-Rauxel, sprich derer, die positiv getestet wurden und nicht als genesen gelten oder gestorben sind, liegt am Freitag ebenfalls auf einem Höchststand: 486. Anfang April waren es um 340.

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