Riesen-Rauchwolke über Abriss-Ruine beim Kraftwerk Knepper

mlzRauchschwaden

Dichte schwarze Rauchschwaden stiegen Mittwochmittag aus der Rauchgas-Entschwefelungsanlage des ehemaligen Kraftwerks Knepper auf. Ein Großeinsatz für die Feuerwehr und Alarm für Anwohner.

Castrop-Rauxel

, 20.02.2019, 14:14 Uhr / Lesedauer: 3 min

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Mittwoch ist gegen 13.30 Uhr ein Gebäude am Kraftwerk Knepper in Brand geraten.
  • Bei Abrissarbeiten entzündeten sich möglicherweise Reste von Kohlenstaub.
  • Menschen sollen nicht verletzt worden sein.
  • Die Feuerwehr rechnet damit, dass die Löscharbeiten bis in den frühen Abend dauern werden.
  • Die amtliche Warnung der Feuerwehr ist inzwischen wieder aufgehoben.

Wir berichten hier fortlaufend über die Ereignisse:

Donnerstag, 16 Uhr: Abschlussbericht

Inzwischen gibt es einen Abschlussbericht. Die Sperrung der Oestricher Straße ist jetzt aufgehoben. Auch steht fest, dass nach der Brandursache nicht weiter geforscht wird. Das sind die Gründe:

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17.10 Uhr: Feuer unter Kontrolle - Löscharbeiten laufen weiter

Das Feuer ist seit ungefähr zwei Stunden unter Kontrolle, wie die Feuerwehr jetzt auf Nachfrage mitteilt. Nun arbeite man sich einem Greifbagger der Abrissfirma zu den Brandherden vor, die hinter der Fassade liegen. Auch mit einer Drohne sind die Einsatzkräfte vor Ort jetzt vor Ort, um aus der Luft nach weiteren Glutnestern zu suchen. Auch ein Copterpilot von luftaufnahmen-360.de aus Datteln war vor Ort und stellte uns Bilder zur Verfügung.

Der Brand war übrigens gegen 13.15 Uhr gemeldet worden. Er brach aus in der einstigen Rauchgas-Entschwefelungsanlage. Über die Ursache ist nach wie vor nichts offizielles bekannt. Die Hagedorn-Unternehmensgruppe hat sich bisher noch nicht zu Wort gemeldet.

16.49 Uhr: Katastrophenwarnmeldung aufgehoben

Die amtliche Warnung der Feuerwehr über das Bundesamt für Katastrophenschutz ist soeben aufgehoben worden.

15.55 Uhr: Löscharbeiten laufen

Das Feuer wird jetzt doch gelöscht. Sogenannte Löschwasserfahrzeuge wurden von der Einsatzleitung vor Ort vor etwa einer halben Stunde angefordert, erklärt Athanassios Thanos vom Lagedienst der Feuerwehr in Dortmund. Diese Fahrzeuge sind mit langen Schläuchen ausgestattet, um die eigentlichen Löschfahrzeuge mit Wasser aus Hydranten in der Umgebung zu versorgen. Denn die Wasserversorgung ist für die Feuerwehr aufgrund der örtlichen Gegebenheiten schwierig.

Riesen-Rauchwolke über Abriss-Ruine beim Kraftwerk Knepper

Wie in einem Endzeit-Szenario: Feuerwehrleute versuchen, an das Gebäude heranzukommen, um es zu löschen. © Helmut Kaczmarek

Eine konkrete Gefahr gehe von dem Rauch wohl nicht aus, so der Stand der Feuerwehr. Die amtliche Warnung sei zurzeit eine reine Sicherheitsmaßnahme. Messfahrzeuge seien in der Umgebung unterwegs und würden die Lage laufend weiter beobachten.

Im Einsatz befinden sich rund 80 Feuerwehrleute und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeuge. Das Feuer hat sich also zu einem Großeinsatz entwickelt. Die Feuerwehr rechnet damit, dass die Löscharbeiten noch mindestens drei bis vier Stunden dauern werden.

Zur Brandursache gibt es derzeit noch keine konkreten Informationen. Lediglich bekannt ist, dass es vor dem Feuer Abrissarbeiten an dem Gebäude gegeben hat.

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Feuer in Gebäude-Ruine auf dem Kraftwerks-Gelände Knepper

Am Mittwoch zog schwarzer Rauch am Himmel über Deininghausen und Mengede auf: Eine große Gebäude-Ruine des am Sonntag erst gesprengten ehemaligen Kraftwerks zwischen Dortmund und Deininghausen geriet am Mittag bei Abrissarbeiten in Brand.
20.02.2019
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Jochen Bierbaum, Copter-Pilot aus Datteln für luftaufnahmen-360.de, stieg beim Brand mit einem Quadrocopter auf und lieferte diese Aufnahme.© Hans-Joachim Bierbaum
Die Einsatzkräfte vor der beeindruckenden Rauchwolke an der Entschwefelungsanlage.© Feuerwehr Dortmund
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© David Riedel
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© Tim Rehbein
Das in Resten verbliebene Kraftwerk Knepper brennt. © Helmut Kaczmarek
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© David Riedel
Diese Fotos von der Nierhausstraße zeigen die Feuerstelle und die große Rauchwolke, die Richtung Dortmund / Waltrop abzieht.© Stella Ranft
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© David Riedel
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© David Riedel
Es brennt beim Kraftwerk Knepper. Am Mittwoch stieg gegen Mittag dichter schwarzer Rauch auf.© David Riedel
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© Andre Führ
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© David Riedel
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© David Riedel
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© David Riedel
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© David Riedel
Dichter schwarzer Rauch steigt am Mittwochmittag über dem ehemaligen Kraftwerk Knepper auf. Eine Gefahr für Anwohner besteht laut Feuerwehr nicht.© David Riedel
Diese Fotos von der Nierhausstraße zeigen die Feuerstelle und die große Rauchwolke, die Richtung Dortmund / Waltrop abzieht.© Stella Ranft
Diese Fotos von der Nierhausstraße zeigen die Feuerstelle und die große Rauchwolke, die Richtung Dortmund / Waltrop abzieht.© Stella Ranft
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Mit 80 Feuerwehrleuten und zwischen 30 und 40 Einsatzfahrzeugen ist die Feuerwehr Dortmund am Kraftwerk Knepper im Einsatz. Die Löscharbeiten werden sich, so die Einschätzung der Feuerwehr, bis Mittwochabend dauern.© Helmut Kaczmarek
Hans-Joachim Bierbaum machte diese Aufnahmen mit einem Quadrocopter aus der Luft. Sie entstanden während der Löscharbeiten auf dem Gelände des Kraftwerks Knepper um kurz nach 16 Uhr.© luftaufnahmen-360.de / Bierbaum
Hans-Joachim Bierbaum machte diese Aufnahmen mit einem Quadrocopter aus der Luft. Sie entstanden während der Löscharbeiten auf dem Gelände des Kraftwerks Knepper um kurz nach 16 Uhr.© luftaufnahmen-360.de / Bierbaum
Hans-Joachim Bierbaum machte diese Aufnahmen mit einem Quadrocopter aus der Luft. Sie entstanden während der Löscharbeiten auf dem Gelände des Kraftwerks Knepper um kurz nach 16 Uhr.© luftaufnahmen-360.de / Bierbaum
Hans-Joachim Bierbaum machte diese Aufnahmen mit einem Quadrocopter aus der Luft. Sie entstanden während der Löscharbeiten auf dem Gelände des Kraftwerks Knepper um kurz nach 16 Uhr.© luftaufnahmen-360.de / Bierbaum
Hans-Joachim Bierbaum machte diese Aufnahmen mit einem Quadrocopter aus der Luft. Sie entstanden während der Löscharbeiten auf dem Gelände des Kraftwerks Knepper um kurz nach 16 Uhr.© luftaufnahmen-360.de / Bierbaum
Hans-Joachim Bierbaum machte diese Aufnahmen mit einem Quadrocopter aus der Luft. Sie entstanden während der Löscharbeiten auf dem Gelände des Kraftwerks Knepper um kurz nach 16 Uhr.© luftaufnahmen-360.de / Bierbaum
Hans-Joachim Bierbaum machte diese Aufnahmen mit einem Quadrocopter aus der Luft. Sie entstanden während der Löscharbeiten auf dem Gelände des Kraftwerks Knepper um kurz nach 16 Uhr.© luftaufnahmen-360.de / Bierbaum
Hans-Joachim Bierbaum machte diese Aufnahmen mit einem Quadrocopter aus der Luft. Sie entstanden während der Löscharbeiten auf dem Gelände des Kraftwerks Knepper um kurz nach 16 Uhr.© luftaufnahmen-360.de / Bierbaum

14.53 Uhr: Diese Straßen sind zurzeit gesperrt

Der Bereich rund um die Kraftwerks-Brache ist weiträumig abgesperrt. Die Oestricher Straße ist ebenso dicht wie Teile der Oststraße und der Nierhausstraße. Castrop-Rauxeler, Dortmunder und andere werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Riesen-Rauchwolke über Abriss-Ruine beim Kraftwerk Knepper

Jochen Bierbaum, Copter-Pilot aus Datteln für luftaufnahmen-360.de, stieg beim Brand mit einem Quadrocopter auf und lieferte diese Aufnahme. © Hans-Joachim Bierbaum

14.27 Uhr: Amtliche Warnung herausgegangen

Es gibt eine amtliche Warnung der Feuerwehr über das Bundesamt für Katastrophenschutz: Anwohner sind angehalten, sich in geschlossene Räume zu begeben und die Fenster und Türen zu schließen. Auch Klima- und Lüftungsanlagen sollten abgeschaltet werden. Bei Bedarf sollten Anwohner auch Nachbarn informieren und nicht den Notruf der Feuerwehr und Polizei durch Nachfragen zu blockieren. Weiter heißt es: „Schalten Sie Rundfunk und Fernsehen an. Informieren Sie sich über alle verfügbaren Medien.“

14.15 Uhr: Kontrolliertes Abbrennen geplant?

Hagedorn meldete sich auch auf Facebook zu Wort. Man lasse das Gebäude kontrolliert abbrennen. Diese Information konnte die Feuerwehr gerade aber noch nicht bestätigen. Anwohner, heißt es von der Feuerwehr, seien nicht gefährdet. Verletzte gebe es nicht.

14.12 Uhr: Erstmeldung des Brandes

Auf dem Gelände des Kraftwerks Knepper brennt es. Die Feuerwehr Dortmund ist bereits am Gelände im Einsatz. Der Notruf ging um 13.10 Uhr bei der Feuerwehr ein. Man konnte gegenüber unserer Redaktion aber noch keine konkrete Einschätzung der Lage abgeben. „Die Kollegen sichten gerade die Lage und haben noch einen weiteren Teleskopmast angefordert“, sagte Oliver Körner, Sprecher der Feuerwehr in Dortmund.

Laut Informationen unserer Redaktion soll sich aus der aktiven Zeit verbliebener Kohlenstaub im Luftvorwärmer entzündet haben. Über Verletzte liegen aktuell keine Informationen vor.

Bei der Firma Hagedorn, die das alte Kraftwerk abreißt, ist man über die Situation im Bilde, hat aber noch keine weiteren Informationen, sagt eine Sprecherin des Unternehmens auf Nachfrage. „Die Lage ist aber unter Kontrolle.“

Die Feuerwehr Castrop-Rauxel ist derzeit nicht im Einsatz. „Die verbliebenen Gebäude stehen alle auf Dortmunder Stadtgebiet“, erklärte Michael Brudek vom Medienteam der Feuerwehr in Castrop-Rauxel. Für Aufmeksamkeit sorgen die weit sichtbaren Rauchschwaden auch im Internet. Viele Nutzer posten Bilder von dem Vorfall.

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