Krankschreibungen für Arbeitnehmer jetzt wieder am Telefon möglich

Coronavirus

Wegen steigender Infektionszahlen wird auf eine Regelung aus der ersten Corona-Hochphase zurückgegriffen: Die Krankschreibung per Telefon. Ziel ist auch, die Virus-Ausbreitung zu verhindern.

Kreis Recklinghausen

, 20.10.2020, 19:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ärzte haben aufgrund der steigen den Corona-Infektionszahlen erneut die Möglichkeit, eine Arbeitsunfähigkeit telefonisch festzustellen.

Ärzte haben aufgrund der steigen den Corona-Infektionszahlen erneut die Möglichkeit, eine Arbeitsunfähigkeit telefonisch festzustellen. © AOK/hfr

Arbeitnehmer im Kreis Recklinghausen können sich bis zu sieben Tage von ihrem Arzt am Telefon krankschreiben lassen. Gültig ist die Regelung seit Dienstag (20.10.). Das geht aus einer Pressemitteilung der AOK NordWest hervor.

„Die telefonische Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit ist jetzt wieder möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt“, erläutert AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Die Sonderregelung ist zunächst bis zum 31. Dezember gültig. Grund sind die aktuell wieder steigenden Zahlen an Corona-Infektionen. Bei anhaltenden Beschwerden kann die Krankschreibung sogar telefonisch um weitere sieben Tage verlängert werden.

So kommt die Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung zur Firma

Die Bescheinigungen über die Arbeitsunfähigkeit für Arbeitgeber und Krankenkasse werden von der Arztpraxis nach telefonischer Krankschreibung an den Arbeitnehmer gesendet. Dafür reicht aus, zuvor die Versichertendaten und die Krankenkassen-Mitgliedschaft per Telefon zu bestätigen. Die Gesundheitskarte muss dabei nicht vorgelegt werden.

In Fällen, in denen ein Coronavirus-Test gemacht werden soll, bekommt der Arbeitnehmer von der Praxis eine Information darüber, wo er sich testen lassen kann.

Schon in der ersten Hochphase der Corona-Pandemie von Anfang März bis Ende Mai gab es die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung. Sie entlastet die Arztpraxen.

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