Kritik an Bürgerbüro: Maßnahmen vorgestellt

Wartezeiten und Personalmangel

Im Bürgerbüro soll sich etwas ändern. Lange Wartezeiten und unvorhergesehene Schließungen sollen Vergangenheit sein - das hat der Ausschuss am Mittwochabend befunden. Um das zu erreichen, hat Thomas Roehl, Leiter des Bereichs Ordnungswesen, verschiedene Maßnahmen angekündigt.

CASTROP-RAUXEL

, 29.09.2016, 15:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verwaistes Bürgerbüro in Castrop-Rauxel.

Verwaistes Bürgerbüro in Castrop-Rauxel.

Viel Wirbel und Kritik gab es vor allem in den Sommermonaten für das Bürgerbüro. Sechs ganze Tage hatte es im August komplett geschlossen, an vielen weiteren Tagen wurden die Öffnungszeiten drastisch gekürzt, es kam zu langen Wartezeiten. Nicht nur Bürger äußerten dazu in der Vergangenheit ihren Unmut, auch die Ausschussmitglieder befanden am Mittwochabend: Das geht so nicht weiter.

Schnelle Eingreiftruppe als Aushilfe geschult

Thomas Roehl, Leiter des Bereichs Ordnungswesen, erklärte Maßnahmen und Perspektiven zur Verbesserung der Situation. „Anfang September wurden vier Kollegen anderer Abteilungen geschult“, sagte Roehl im Betriebsaussschuss 1.

Sie fungieren jetzt als schnelle Eingreiftruppe und können einfache Meldeangelegenheiten übernehmen. Das sei aber nur eine von vielen Maßnahmen, um die Situation zu verbessern. Zu dem Paket gehört auch, eine zusätzliche Stelle zu besetzen. Auch die Zahl der Langzeiterkrankungen ist reduziert. Zwei von drei Langzeiterkrankten seien bereits wieder zurück, dadurch entspanne sich die Lage mittlerweile merklich. Ein weiterer Vorschlag: Die Passausgabe vom eigentlichen Schalterbetrieb abkoppeln und eine Terminvergabe zu bestimmten Zeiten einrichten.

Auch Kritik an Wartebereich

Kritik im Ausschuss gab es aber auch für das Bürgerbüro an anderer Stelle. „Der Wartebereich ist wirklich nicht gut gelungen“, beklagte Hendrik Moryson. Kein Wasserspender, keine Spielmöglichkeiten für Kinder, keinerlei Aufenthaltsqualität. Auch das stehe bereits auf der To-Do-Liste versicherte Amtsleiter Roehl.

FDP-Fraktionschef Nils Bettinger will sich das Thema auf Wiedervorlage legen und im nächsten Jahr überprüfen, ob und wie sich die Situation wirklich verändert habe, kündigte er an.

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