Jürgen Wischnewski (l.) und Thomas Jasper stellen die neue Ausgabe von "Kultur und Heimat" vor. © Ronny von Wangenheim
Stadtgeschichte

„Kultur und Heimat“ erschienen: Prominente Tote, die Pest und Corona

Der 71. Jahrgang von „Kultur und Heimat“ ist erschienen. Auf 205 Seiten wird der Bogen von der Pest bis zu Corona gezogen. Es geht um Afrikaforscher, den „Asphalt-Literaten“ und die Stadt-Chronik.

Wer Freude an Stadtgeschichte hat, kommt an „Kultur und Heimat“ nicht vorbei. Jetzt ist der 71. Jahrgang des Heftes erschienen, das mit seinen 205 Seiten doch eher wie ein Buch anmutet. Auch wenn in vielen Beiträgen der Blick zurück geht, wird sogar die Corona-Krise nicht ausgeklammert.

Das zeigt die Chronik, für die Jürgen Wischnewski und Ulrike Mühle die wichtigsten Ereignisse in Castrop-Rauxel von Oktober 2019 bis September 2020 zusammengetragen haben. Die beiden gehören genauso wie Stadtarchivar Thomas Jasper zum Redaktionsteam.

Die Tagesaktualität hat aber auch Dr. Alexander Berner eingeholt, der seinen bereits 2019 geplanten Artikel über die Zeit der Pest in der Region aktualisiert und Bezüge zwischen Gestern und Heute aufgegriffen hat. Dabei geht es auch um das „Obercastroper Bokenbuch“.

Cover zeigt Plakat zur Europaabstimmung 1950

Das Titelbild von „Kultur und Heimat“ zeigt diesmal ein Plakat, mit dem 1950 in Castrop-Rauxel zur Europa-Abstimmung aufgerufen wurde. Thomas Jasper erinnert an das denkwürdige Geschehen vor 70 Jahren. Ein anderes Jubiläum, die 100-Jahr-Feier der Kolpingsfamilie1969, ist für Autor Michael Fritsch ein Meilenstein in der Stadtgeschichte.

Breiten Raum nimmt ein Beitrag von Werner Koppe ein. Er hat über den Afrika-Forscher Ferdinand Werne geschrieben, der 1800 in Castrop-Rauxel geboren wurde und zu einem wichtigen Impulsgeber in der europäischen Afrikaforschung wurde. In Briefen, die abgedruckt sind, nimmt er kein Blatt vor den Mund, was sich mit der zeitlichen Distanz zu heute sehr unterhaltsam liest.

Erinnerung an den Asphalt-Literaten aus Castrop-Rauxel

Wie gewohnt wird an Menschen erinnert, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Unter anderem schreibt Julia Gass, Kulturredakteurin der Ruhr Nachrichten, über Josef Reding, den „Asphalt-Literaten“ aus Castrop-Rauxel. Josef Brandt erinnert an Helmuth Burckhardt, den „Promoter des Steinkohlebergbaus an der Ruhr“ und Michael Fritsch an den langjährigen Russenseelsorger Pater Erwin Immekus.

Erstmalig hat in diesem Jahr Farbe ins Innere des Buchs Einzug gehalten. Erschienen ist es in einer Auflage von 600 Exemplaren. Rund die Hälfte geht an Abonnenten, die 12 Euro zahlen. Für alle anderen kostet das Heft 15 Euro.

Erhältlich ist es in den Buchhandlungen Leselust und Mayersche in Castrop an der Münsterstraße und bei Lotto Dröge in Ickern, Vinckestraße 143. Herausgeber ist der Verein zur Förderung von Kultur und Heimat in Castrop-Rauxel. Wer sich für ältere Ausgaben interessiert, kann sich per Mail an thomas.jasper@castrop-rauxel.de wenden.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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