Kunst zum Anfassen

CASTROP Anfassen erwünscht! Die Kunstwerke des Recklinghausener Künstlers Peter Witucki dürfen ausdrücklich berührt und bewegt werden. Handschuhe liegen bereit.

06.09.2007, 20:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Während des Night-Shoppings heute in der Altstadt lohnt ein Abstecher in die Galerie "art.ist" am Markt. Winfried Radinger lädt zur Vernissage ein. "Movings" heißt die neue Ausstellung, die bis zum 27. Oktober veränderbare Objekte zeigt. "Der Betrachter soll eingreifen", sagt Peter Witucki zu seiner Kunstform, für die es in dieser Art und Weise keine Vorbilder gebe. Die Erfahrung bei vergangenen Ausstellungen habe auch gezeigt, dass die Besucher der Aufforderung durchaus auch gerne Folge leisten und Hand anlegen. Witucki spricht von einer "unausweichlichen Zumutung", die dazu führe, dass seine Werke berührt, umgriffen und bewegt würden. "Von der Hand empfängt das Objekt seine Bedeutung", so der 51-jährige Künstler.

Alles ist veränderbar

In seinen Arbeiten ist nichts statisch fixiert, nichts unveränderbar. Hinter einer verschobenen Fläche erblickt der Betrachter eine zweite oder dritte Ebene, eine Schräge wird zur Geraden, deutlich definierte Linien werden plötzlich verunklart. Fantasievoll stellt Witucki die ästhetische Gültigkeit fixierter Lösungen in Frage: "Nichts muss bleiben, wie es ist".

Jazz zur Eröffnung

Seit vier Jahren arbeitet der Künstler Peter Witucki an veränderbaren Objekten. Nach einer Einzelausstellung im Museum Gelsenkirchen präsentiert er 16 seiner Werke nun erstmals in einer öffentlichen Galerie. Zur Eröffnung gibt's heute ab 19.30 Uhr auch Jazz mit dem Lars Öqvist Trio aus Bochum.

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