„Kurvenglück“ zieht von der Langen Straße 100 bald in ein größeres Ladenlokal um

mlzGeschäftswelt

Das „Kurvenglück“-Konzept ist aufgegangen. Inhaber Mike Bartel ist mit dem Geschäft in Castrop-Rauxel so erfolgreich, dass er in ein größeres Ladenlokal umzieht und mehr Personal einstellt.

Habinghorst, Ickern

, 02.02.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Jahr 2017 hat Mike Bartel auf der Langen Straße in Habinghorst sein „Kurvenglück“ eröffnet. Mode – vor allem aber Vintage-Mode der 50er-Jahre – für Menschen mit Übergrößen gibt es dort seitdem zu kaufen. Neben dem Laden betreibt er auch einen Online-Handel. „Aber Leute mit großen Größen wollen lieber anprobieren“, nannte Bartel damals als Grund dafür, einen Laden aufzumachen.

Den Laden an der Langen Straße hatte er ausgewählt, weil „es zentral im Ruhrgebiet liegt, die Mieten hier aber vernünftig sind“, so Bartel 2017. Und die Auswahl an leerstehenden Läden sei groß gewesen.

Geschäftsinhaber will expandieren

Seit drei Jahren läuft das stationäre Geschäft in Habinghorst jetzt. Und es läuft so gut, dass der Geschäftsinhaber nun expandieren will. Dafür zieht das „Kurvenglück“ weiter nach Ickern, zieht dort in das Ladenlokal an der Ickerner Straße 29, wo der Concept-Store „Styleline“ gerade aufgegeben hat.

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„Styleline“ war 2017 fast zeitgleich mit dem „Kurvenglück“ an der Langen Straße an den Start gegangen, aber schon nach einem Jahr nach Ickern umgezogen, weil das Geschäft in Habinghorst eine Katastrophe gewesen sei, so „Styleline“-Inhaber Volkan Ünal gegenüber unserer Redaktion.

Hat das „Kurvenglück“ in Habinghorst ähnliche Probleme gehabt und geht darum nach Ickern? „Nein“, sagt Mike Bartel, „wir sind hier sehr gut aufgenommen worden, haben hier in den drei Jahren viel Gutes erlebt und fühlen uns wohl.“ Damit habe der Wechsel nach Ickern also nichts zu tun.

Infrastrukturgründe sprechen für Ickerner Straße

Vielmehr sei die Gelegenheit gerade günstig für einen Wechsel. Das Geschäft auch im Internet liefe so gut, dass man mehr Platz für Waren brauche. Zudem liefe gerade der Vertrag mit dem Ladenlokal im Hochhaus an der Langen Straße 100 am sogenannten Postplatz aus.

Und so hätten er und seine Freundin sich in den vergangenen Monaten nach alternativen Ladenlokalen umgesehen und seien dabei an der Ickerner Straße fündig geworden. „Das Lokal ist größer und passt daher besser zu unseren Wachstumsplänen“, erzählt Mike Bartel.

Der Laden „Kurvenglück“ an der Langen Straße 100 ist zu klein geworden und zieht Anfang März um.

Der Laden „Kurvenglück“ an der Langen Straße 100 ist zu klein geworden und zieht Anfang März um. © Schroeter

Zudem sei die Verkehrsanbindung noch besser. „Und eine gute Infrastruktur ist im Einzelhandel heute einfach unheimlich wichtig.“ Für die Stammkunden des Ladens sei der Umzug wohl auch kein Problem, „denn wir ziehen ja quasi um die Ecke, sind am neuen Standort nur einen guten Kilometer von hier entfernt“, so Mike Bartel.

Weiteres Personal wird eingestellt

In Ickern will man Anfang März starten, ein genaues Datum könne er noch nicht nennen, „weil ich nicht weiß, wie die Umbauarbeiten so laufen“, sagt Bartel. Im neuen Ladenlokal werde man nicht nur mehr Platz für mehr Ware haben, sondern will auch die Öffnungszeiten ausweiten.

Bisher hat das „Kurvenglück“ nur an zweieinhalb Tagen geöffnet, künftig will man von Dienstag bis Samstag durchgehend für die analogen Kunden da sein. „Dafür werden wir auch weiteres Personal einstellen“, kündigt Bartel an. Außerdem habe man für die Kunden einige Überraschungen vor.

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„Mit unserer Nische in der Nische“, wie es Bartel nennt, „haben wir uns gut positionieren können, gerade im Onlinegeschäft.“ Das „Kurvenglück“ hat sich auf Mode aus den 50er-Jahren mit Petticoats und weit schwingenden Röcken und Kleidern, College-Jacken und ähnliches in großen Größen spezialisiert. „Wobei es Wahnsinn ist, dass in Deutschland schon Größe 42 bei Frauen als Übergröße gilt“, meint Mike Bartel.

Im Netz verkauft Mike Bartel mit seinen Angestellten die Nischen-Mode nicht nur in Deutschland. „Wir haben durchaus auch Kunden aus Österreich, Holland, der Schweiz und sogar schon aus Frankreich“, so erzählt der Geschäftsmann.

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