Coronavirus

Laterne ins Fenster: Auch ohne Martinszug soll es in den Straßen leuchten

Corona bremst auch Heilige: Sankt-Martins-Züge darf es nicht geben. Doch in den Straßen soll es trotzdem leuchten. Das wünschen sich Kirchen und andere Organisationen und starten eine Aktion.
Egal, ob neu gebastelt oder aus den vergangenen Jahren: Laternen im Fenster sollen an Sankt Martin erinnern, wenn im diesen Jahr wegen Corona alle Umzüge ausfallen müssen. © Natascha Jaschinski

Mitte September, da war man noch verhalten optimistisch in Castrop-Rauxel: Die Kirchen planten noch, ob und wenn ja, wie man in diesem Jahr zu Sankt Martin durch die Straßen ziehen könnte. Und in der Kleingartenanlage Süd war sich der Vorsitzender Dieter Ricken ganz sicher: Auf jeden Fall soll es einen Sankt-Martins-Zug geben, sagte er uns.

Doch das war im September. Jetzt ist November. Deutschland ist im Teil-Lockdown. Und Martinszüge sind seit letzter Woche verboten. Brauchtum und Traditionen sollen trotzdem lebendig bleiben, wünscht sich der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker. „Lasst euch Sankt Martin durch Corona nicht vermiesen.“ So sein Appel. Vor allem an Familien mit Kindern.

Laternen im Fenster sollen Straßen erleuchten

Wie schon andere Organisationen und auch die evangelische Kirche ruft er Familien dazu auf, es rund um den 11. November leuchten zu lassen: indem Laternen ins Fenster gestellt werden. Auch so habe man ein „Ein Lichtermeer zu Martins Ehr“, wie es in dem bekannten Martinslied heißt.

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Andere Martinstraditionen könnten ebenso gepflegt werden: Die katholischen Kindergärten im Erzbistum machten dies auch – soweit Corona es zulasse: Es gibt beispielsweise Martinsspiele innerhalb der Gruppe oder kleine Umzüge durch die verdunkelte Kirche, heißt es beim Erzbistum.

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