Leben im Gefängnis: Exklusive Einblicke hinter die Zäune der Ickerner JVA Meisenhof

Knast-Serie

Von Trickdieb bis Mörder: Inhaftierte, aber auch Mitarbeiter der JVA Meisenhof erzählen von ihrem Leben im Knast. Auch Ziegen und Hunde spielen eine Rolle. Exklusive Geschichten im Überblick.

Castrop-Rauxel

, 24.11.2019, 16:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leben im Gefängnis: Exklusive Einblicke hinter die Zäune der Ickerner JVA Meisenhof

Inhaftierte und Mitarbeiter geben Einblicke - so lebt es sich im Knast. © Volker Engel

Seit neun Jahren sitzt der 75-Jährige im Gefängnis. Der Grund: Drogenanbau und Amphetaminherstellung. Auch im Gefängnis hat er die eine oder andere Regel gebrochen - dass er nicht vorzeitig entlassen wurde, hat er sich selbst zuzuschreiben. Nun ist er auf den letzten Metern und berichtet von seinen Fehlern und dem Leben in der JVA Meisenhof.

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Mit Mitte 20 beging er seinen ersten Einbruch - stets betrunken folgten weitere. Bis er festgenommen wurde und für zwei Jahre in den Knast wanderte. Dort verabschiedete er sich zunächst vom Alkohol, er wurde vorzeitig entlassen, fand einen guten Job. Und eigentlich könnte die Geschichte an dieser Stelle zu Ende sein. Eigentlich. Doch die verschiedensten Umstände sorgten dafür, dass der jetzt 59-jährige Insasse zwei weitere Male zurück kam in die Justizvollzugsanstalt.

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Kurz nach dem 21. Geburtstag klickten die Handschellen: Mit 220.000 Euro wurde ein Trickbetrüger erwischt. Auf frischer Tat beim Enkeltrick vor der Haustür einer älteren Dame. Jetzt sitzt der 21-Jährige in der JVA Meisenhof. Das erste Telefonat mit der Freundin und der Familie war hart, sagt der Insasse: „Die waren schockiert und wir haben erstmal alle geweint.“ Jetzt stünden jedoch alle hinter ihm - und für seine Zeit nach der Entlassung hat der 21-Jährige schon große Familienpläne.

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Zwei Hunde in der JVA Meisenhof treiben selbst Schwerverbrechern Tränen in die Augen. „Bei den Gefangenen werden durch die Hunde Hemmungen abgebaut“, erklärt Diplompsychologin Sabine Vasquez. Vom Temperament sind die beiden Hunde ganz unterschiedlich - und ergänzen sich perfekt. Zola ist die ernsthafte, nach einem Kreuzbandriss humpelt sie noch ein bisschen. Watson ist der Quatschkopf, er findet immer jemanden, der ihm das Stöckchen wirft. Die Psychologinnen erzählen, wie die Gefangenen auf die Hunde reagieren.

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Kathrin Rüping und Laura Richter begegnen täglich teils schwerkriminellen Männern. Die beiden Frauen arbeiten in der Justizvollzugsanstalt Castrop-Rauxel. Beide kennen die Vorurteile über die Arbeit im Knast - insbesondere als Frau im Männervollzug. Doch für die beiden ist es der absolute Traumberuf. Sie erzählen, was die Arbeit im Knast wirklich mit sich bringt - und wie sie mit den Häftlingen umgehen.

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Ein Knast besteht nicht mehr nur aus gestreifter Kleidung und knallharten Gitterstäben. Es kann auch kuschelig werden in der JVA - zumindest im eigenen kleinen Knast-Zoo. Ziegen und Enten gehören hier zum Alltag. Die Häftlinge würden alles tun, damit es den Tieren gut geht, sagt Ingrid Neuber. Neuber hat fast 40 Jahre lang in der JVA Castrop-Rauxel als Sozialarbeiterin und als Koordinatorin des Sozialdienstes gearbeitet. Besonders ein Häftling ist mit ganzem Herzen dabei.

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Um die 500 Gefangene leben in der JVA in Castrop-Rauxel. Der offene Vollzug soll die straffällig gewordenen Menschen wieder fit für ein straffreies Leben machen. Die Häftlinge können dafür in verschiedenen Arbeitsstätten auf dem Gelände arbeiten. Julius Wandelt, der Leiter der JVA, verrät weitere Gründe, weshalb der freie Vollzug sinnvoll ist.

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Peter D. ließ seine Frau von einem Auftragsmörder töten. Seit 20 Jahren sitzt er deshalb im Gefängnis. Doch warum bringt ein Mann seine Ehefrau um? Peter D. hat seine damalige Frau in der Schule kennengelernt, sie geheiratet, gemeinsam mit ihr Kinder bekommen. Das Paar war gut situiert, Peter hatte ein eigenes Versicherungsunternehmen. Doch dann zerbrach alles - mit einem Mord.

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