Lebensmittel für 1,5 Millionen Euro nicht bezahlt

Prozessauftakt

Lebensmittel im Wert von über 1,5 Millionen Euro kaufen, aber die Rechnungen nicht bezahlen - so lautet der Vorwurf gegen einen 44-jährigen Castrop-Rauxeler und einen weiteren Angeklagten. Dabei wirken die beiden gar nicht wie Betrüger.

CASTROP-RAUXEL

von Von Martin von Braunschweig

, 22.08.2011, 17:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Eigentor leistete sich ein Hausbesitzer in Linden: Bei der Stadt beschwerte er sich über den benachbarten Hundeverein - und bedachte nicht, dass dabei sein ungenehmigt vergrößertes Haus ins Visier der Kontrolleure geraten könnte.

Ein Eigentor leistete sich ein Hausbesitzer in Linden: Bei der Stadt beschwerte er sich über den benachbarten Hundeverein - und bedachte nicht, dass dabei sein ungenehmigt vergrößertes Haus ins Visier der Kontrolleure geraten könnte.

Die Ware soll sofort nach Erhalt unter der Hand weiterverkauft worden sein. Als die Lieferanten höflich nachfragten, wann sie denn mit der Begleichung ihrer Rechnung rechnen dürften, trafen sie offenbar niemanden mehr an. Die Angeklagten sollen mehrere falsche Identitäten verwendet haben. Den Schaden, den die Angeklagten mit zwei Unternehmen angerichtet haben sollen, beziffert die Staatsanwaltschaft auf mehr als 1,5 Millionen Euro.

Vor den Richtern der 6. Strafkammer liegt eine Menge Arbeit. Vorsichtshalber sind 16 Verhandlungstage bis November angesetzt worden. Doch möglicherweise wird der Zeitplan nicht einzuhalten sein. Weil noch nicht alle Akten vorlagen, wurde der Prozess zunächst einmal bis Anfang September unterbrochen.

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