Letzte Arbeiten vor dem Winter erledigen

Dieters Gartentipp

CASTROP-RAUXEL Auch wenn‘s schon kräftig kalt wird, der Oktober lässt immer noch Zeit für Gartenarbeit. Was zu tun ist, erläutert wieder Dieter Sebastian, Fachberater des Bezirksverbandes der Kleingärtner, in seinem Gartentipp für Oktober.

von Von Dieter Sebastian

, 14.10.2009, 12:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Also noch immer Gelegenheit genug, bisher nicht ausgeführte Pflanzarbeiten in Angriff zu nehmen: Gerade für neue Obstbäume wie Apfel, Birne und Pflaume/Zwetschge ist jetzt die beste Pflanzzeit. Für unsere Gärten sind Spindelbüsche besonders gut geeignet. Aprikose, Kiwi und Pfirsich pflanzt man am besten erst im nächsten Frühjahr. Bei der Sortenauswahl sollten Sie sich aber unbedingt fachkundig im Hinblick auf Arten- und Standortwahl beraten lassen. An schon bestehenden Obstbäumen können Sie zwei Maßnahmen durchführen: Leimringe an den Stämmen anbringen. Sie verhindern, dass Schädlinge wie insbesondere der Frostspanner über den Stamm hinauf in die Baumkrone gelangen können. Oder Baumstämme mit einem Weißanstrich versehen. Dadurch kann die vor allem im Januar häufig schon starke Sonneneinstrahlung keine Frostrisse in der Baumrinde verursachen.

Falls Sie einen Gartenteich haben, muss auch dieser winterfest vorbereitet werden: Laub und sonstige ins Wasser gefallene Pflanzenteile fischt man mit einem Sieb heraus. So bleibt das Wasser weitgehend frei von gärendem Schlamm. Ein Laubschutznetz kann als zusätzliche Schutzmaßnahme über den Teich gespannt werden. Wer die Blumenzwiebeln für‘s nächste Frühjahr noch nicht in die Rabatte eingesetzt hat, sollte diese – zum Schutz gegen Wühlmäuse – in einen Drahtkorb geben und erst dann in den vorbereiteten Boden setzen. Für die Pflanztiefe gilt diese einfache Regel: Das Doppelte bis Dreifache der Zwiebeldicke ist das jeweils optimale Maß zum Einsetzen in das Pflanzbeet.

Frost empfindliche Kübelpflanzen kommen nun ins Winterquartier. Nur Oleander, Feigen und Schmucklilien können leichte Minusgrade vertragen. Das stärkt sogar ihre Vitalität. Knoblauch ist für die moderne Küche ein nicht mehr wegzudenkendes Gewürz – also jetzt den Knoblauch fürs nächste Gartenjahr in den Boden pflanzen. Und so wird‘s gemacht: Wählen Sie zunächst einen sonnigen Standort aus. Der Boden sollte nährstoffreich sein. Die Knoblauchzehen steckt man im Abstand von 15 cm bei einem Reihenabstand von ca. 20 cm etwa 5 cm tief in die Erde. Und hier weitere Gartentipps in Kurzfassung:

  • Balkonkästen jetzt bepflanzen – z.B. mit Erika, Chrysanthemen, Koniferen, Gräsern und kleinen Ziersträuchern.
  • Geranien/Pelargonien von Balkon oder Terrasse auf die Fensterbank stellen: Sie blühen dann noch bis Weihnachten weiter.
  • Beim Sellerie die Blätter (mit Ausnahme der Herzblätter) entfernen.
  • Bei den Möhren das Grün abdrehen.
  • Mangold anhäufeln: Er kann dann später geerntet werden.
  • Grüne Tomaten neben dem Obstlager ablegen: Sie reifen dann schnell nach.
  • Nur schwere Böden umgraben, dann aber grobschollig.
  • Noch nicht fertig gereifter Kompost kann zur Bodenabdeckung ausgebracht werden.
  • Letzten Rasenschnitt ausführen: Das Schnittgut kann als Mulchmaterial auf freie Beete verteilt werden.
  • Vertrocknete Halme sowie Blüten- und Samenstände von Ziersträuchern und Stauden nicht abschneiden: Sie sind im Winter Nahrungsquelle für zahlreiche Vogelarten.
  • Rosen anhäufeln: auf keinen Fall Torf dafür verwenden.

Bei Ihrer Gartenarbeit, liebe Hobbygärtner, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie sich nicht unterkühlen – Muskelverspannungen oder Hexenschuss könnten sich sonst unangenehm bemerkbar machen.

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