Lidl-Neubau an Ickerner Straße "nicht spruchreif"

Komplizierte Eigentümerverhältnisse

So wünschenswert aus städtebaulicher Sicht ein Neubau gegenüber der Sparkasse an der Ickerner Straße vielleicht wäre, bisher wird dort nur ein Luftschloss gebaut.

ICKERN

von Von Peter Wulle

, 30.08.2011, 20:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Suche nach Mietern hat sich vielleicht bald erledigt, wenn der ganze Gebäudekomplex abgerissen wird.

Die Suche nach Mietern hat sich vielleicht bald erledigt, wenn der ganze Gebäudekomplex abgerissen wird.

Die Eigentümerstrukturen an der Ickerner Straße sind sehr kompliziert. Indirekt ist die Stadt Berlin Eigentümer des Gebäudekomplexes mit den Hausnummern 39, 41 und 43 (mit dem Textildiscounter Kik). „Bis es zu einem Verkauf kommen kann, sind eine Reihe von Gremien involviert“, sagt Jens Blume von LBI Immobilien als von der Berliner Verwaltungsgesellschaft Arwo-Bau beauftragter Makler.Er verweist darauf, dass in dem Gebäudekomplex an der Ickerner Straße 39 und 41 auch Menschen wohnen. Zum großen Teil seien die 25 Wohnungen vermietet. „Es ist überhaupt nicht geklärt, was mit den Mietern passieren soll. Und ein Verkauf ist nach unserem Wissen längst nicht spruchreif“, so Jens Blume. Er sucht auch nach wie vor Mieter für die beiden Ladenlokale, in denen zuletzt eine Spielhalle und der Lebensmittel-Discounter Plus angesiedelt waren. „Wir sind in Gesprächen“, sagt Blume, „und es ist durchaus eine Verbesserung der Situation durch Neuvermietungen möglich.“

Der Technische Beigeordnete der Stadt, Heiko Dobrindt, hatte bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung von dem Lidl-Interesse an einem Neubau an der Ickerner Straße, berichtet. Und die SPD Ickern-Mitte will am Donnerstag, 15. September, ab 19 Uhr die Bürger im Kindergarten Lummerland über die Pläne informieren. Vielleicht lässt sich dann klären, ob tatsächlich neu gebaut wird. Oder, ob es sich nur um ein Luftschloss handelt.

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