Lions-Club unterstützt Schüler in Coronazeiten mit Tablets

Fridtjof-Nansen-Realschule

Der Lions-Club Castrop-Rauxel hat wochenlang in Corona-Zeiten Geld gesammelt. Nun überreichte er eine Sachspende in fünfstelliger Höhe an bedürftige Schüler der Fridtjof-Nansen-Realschule überreichen.

Castrop-Rauxel

, 20.06.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der Spendenübergabe des Lions-Clubs Castrop-Rauxel konnte das Team der Fridtjof-Nansen-Realschule 20 I-Pads mit Ladestation entgegennehmen. In gebührendem Abstand kamen Ideengeber Dr. Christan Kühne, Lions-Präsident Peter Hof zum Berge, Hauptsponsor Max Zimmer, Sozialpädagogin Melanie Dinnus-Linne (FNR), Schulleiter Alfred Horn (FNR) und Medienbeauftragte Hilal Bozkurt (FNR) am Mittwoch zusammen.

Bei der Spendenübergabe des Lions-Clubs Castrop-Rauxel konnte das Team der Fridtjof-Nansen-Realschule 20 I-Pads mit Ladestation entgegennehmen. In gebührendem Abstand kamen Ideengeber Dr. Christan Kühne, Lions-Präsident Peter Hof zum Berge, Hauptsponsor Max Zimmer, Sozialpädagogin Melanie Dinnus-Linne (FNR), Schulleiter Alfred Horn (FNR) und Medienbeauftragte Hilal Bozkurt (FNR) am Mittwoch zusammen. © Ursula Bläss

Die Schulschließungen in der Corona-Zeit haben Versäumnisse bei der Digitalisierung an Schulen deutlich zutage gefördert. In den harten Coronazeiten wurde auch an der Fridtjof-Nansen-Realschule klar, dass nicht alle Schüler mit digitalen Medien ausgestattet sind.

Online-Aufgaben können von einigen Schülern nicht erledigt werden, weil die technische Ausrüstung fehlt. Nicht jede Familie kann ihren Kindern einen Computer oder ein Tablet zu kaufen.

Der Lions-Club reagierte auf die Situation und rief eine große Spenden-Aktion ins Leben. 12.000 Euro nahm das Hilfswerk der Löwen in die Hand, um die angespannte Situation ein wenig zu mildern.

20 iPads an FNR-Schulleiter Horn und sein Team

Lions-Präsident Peter Hof zum Berge und Clubmitglied Dr. Christian Kühne war es am Montag eine große Freude, insgesamt 20 I-Pads an Schulleiter Alfred Horn und sein Team zu übergeben.

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Angefangen hatte alles in einer Bäckerei. Christian Kühne erzählte, dass er bei einem Einkauf auf einen Kunden aufmerksam wurde, der sich gegenüber der Verkäuferin recht ungebührlich verhalten hatte. „Es ging um Maskenpflicht und Abstand halten“, berichtete Kühne.

Daraus entstand ein großes Projekt. Mit roten Masken, versehen mit dem Motto „Wir ist das neue Ich“ stieß der Lions-Club eine Solidaritätswelle in Castrop-Rauxel an.

Verkauf von Masken erwies sich als Schlager

Der Verkauf der roten Stoffmasken erwies sich als Verkaufsschlager. Hinzu kamen reichlich viele Einzelspenden. Dabei wurden einige Sponsoren richtig kreativ.

Hauptsponsor Max Zimmer ließ in seiner Juwelierwerkstatt Minimasken aus Silber anfertigen. „Den Erlös der ersten 500 Masken werde ich dem Projekt schenken“, versprach er derzeit.

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Die Aktion spülte tatsächlich 10.000 Euro in die Spendenkasse. „Für mich war es gar nicht so selbstverständlich, 500 Leute dazu zu bringen, so einen kleinen Glücksbringer zu kaufen“, räumte er ein. Doch seine Idee kam an. „Kunden kauften die kleinen Silbermasken, um sie ihren Mitarbeitern zu schenken. Oder Omas kauften sie als als Belohnung für den Nachbarsjungen, der immer die Einkäufe erledigt. Besonders klasse finde ich dabei die Solidarität. Die Aktion des Lions-Clubs hat gezeigt, dass die Castroper zusammenhalten.“

Dank für neueste Technik

Schulleiter Alfred Horn bedankte sich herzlich für die Tablets mit Ladestation und allerneuester Technik. Hilal Bozkurt, Medienbeauftragte an der FNR freute sich, weil die Geräte geortet werden können, falls sie verloren gehen. Außerdem können jugendgefährdende Seiten gesperrt werden.

Welche Schüler in den Genuss der Geräte kommen werden, wird eine Kommission genau prüfen, bestehend aus Klassenlehrern, der Sozialpädagogin Melanie Dinnus-Linne und dem Schuleiter.

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