LKW nerven Anwohner der Cottenburgstraße

CASTROP-RAUXEL Lärm, Dreck, Verkehrszunahme und dabei auch noch zu schnell fahrende PKW und LKW. Die Anwohner an der Cottenburgstraße sind genervt und fühlen sich als Opfer eines "Verschiebe-Bahnhofs".

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 25.09.2007, 21:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
LKW transportieren Material von der Frohlinder Kanalbaustelle zum Baulager nach Schwerin.

LKW transportieren Material von der Frohlinder Kanalbaustelle zum Baulager nach Schwerin.

Da ist zum einen der Umstand, dass viele Autofahrer die Cottenburgstraße benutzen, um den häufigen Schlangen auf der Dortmunder Straße auszuweichen. Wie berichtet, wird dort die Rechtsabbiegerspur in die B 235 zur Entlastung erst im Frühjahr 2008 eingerichtet.

Zum anderen benutzt der Stadtbetrieb EUV die ehemalige Baustelle am Landwehrbach als Zwischenlager für die Kanalbau-Firmen. So für die Maßnahme "In der Fühle" in Frohlinde, wo die Firma vom Lager wieder runter musste, weil es im Landschaftsschutzgebiet angelegt worden war. Anwohnerin Rosemarie Krähl schildert: "Morgens donnern schon um 6.30 Uhr die 40-Tonner bei uns vorbei; am Sonntag habe ich in fünf Minuten 17 Fahrzeuge gezählt." Besonders die Geschwindigkeit ist ihr ein Dorn im Auge.

Radarwagen soll kontrollieren

Zwar gilt an der Cottenburgstraße ab Höhe Hausnummer 100 Tempo 30 wegen des Bahnübergangs und weiter die Straße hoch wegen der Grundschule, aber zwischen In der Kemnade und Brahmsstraße drückten laut Krähl viele Autofahrer aufs Gas, wenn die Ampel an der Kreuzung Wittener Straße Grün zeige. "Vielleicht kann man da auch Tempo 30 einrichten oder mal den Radarwagen hinstellen", schlägt die Anwohnerin vor. Verkehrsexperte Gunther Gabka vom Ordnungsamt sagte gestern im Gespräch mit den RN zu, sich heute die Situation vor Ort anzugucken. "Ich habe Verständnis für die Beschwerden der Anwohner", sagt auch Bauleiter Jochen Kresse vom Stadtbetrieb EUV, der in den vergangenen Tagen etliche Protest-Anrufe entgegennahm.

Suche nach Lösung

Kresse: "Wir suchen nach einer besseren Lösung für ein Baulager außerhalb von Wohngebieten, sind aber noch nicht fündig geworden." Und Kresse tröstet, dass die größte Belästigung mit täglich sieben Sattelfahrzeugen in 14 Tagen vorbei sei. Drei, maximal vier LKW seien jetzt am Tag noch zu erwarten.

Bis Februar oder März 2008 zieht sich die Kanalbaustelle In der Fühle noch hin, solange wird laut Kresse das Terrain an der Cottenburgstraße gebraucht. Kresse: "Wir bitten da um Verständnis."

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