Lüften als Schutz vor Corona: Die Bezirksregierung zeigt, wie es geht

Infektionsschutz

Seit Monaten folgen die Menschen der AHA-Regel, um sich vor einer Corona-Infektion zu schützen. L wie Lüften bietet weiteren Schutz, sagt die Bezirksregierung. Und zeigt, wie es geht.

Castrop-Rauxel

, 25.10.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lüften ist eine weitere Alltagsregel, der jeder nachkommen kann, um das Corona-Infektionsrisiko zu verringern - nicht nur wie hier in einer Schule, sondern auch zuhause und am Arbeitsplatz.

Lüften ist eine weitere Alltagsregel, der jeder nachkommen kann, um das Corona-Infektionsrisiko zu verringern - nicht nur wie hier in einer Schule, sondern auch zuhause und am Arbeitsplatz. © dpa (Symbolbild)

Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen steigen. Aber: „Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet.“ Das sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast am Samstag (24.10.). Jeder Einzelne könne etwa durch Verringerung der Kontakte dazu beitragen.

Ein seit Monaten bewährter Dreiklang gehört zweifelsohne ohnehin dazu: die „AHA“-Regel. „Diese Regeln haben die meisten Menschen inzwischen verinnerlicht“, schreibt die Bezirksregierung Münster am Freitag (23.10.) in einer Pressemitteilung. „AHA“ – das sind: Abstand halten, Hände waschen, Alltagsmaske tragen.

„Außerdem sollte sich jeder noch das „A“ für die „Corona-Warn-App“ merken. Sie informiert, wenn sie Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten. Infektionsketten können so schneller unterbrochen werden.“ Und für die Herbst- und Wintermonate komme ein weiterer Buchstabe bei den Schutzmaßnahmen hinzu: das „L“ für Lüften.

Appell der Regierungspräsidentin

„Bitte beachten Sie weiterhin die AHA-Formel und denken Sie an das ‚A’ für die ‚Corona-Warn-App’ und das ‚L‘ für Lüften“, appelliert Regierungspräsidentin Dorothee Feller an die Menschen im Regierungsbezirk Münster. „Es sind zwei weitere wichtige Bausteine zum Schutz vor Corona. Jeder von uns kann einen Beitrag leisten, sich und andere zu schützen.“

Dort, wo mehrere Menschen auf engem Raum zusammen sind, kann sich das Virus in der Luft anreichern. Die möglicherweise erregerhaltigen Tröpfchen in der Luft werden durch regelmäßiges Lüften reduziert. Lüften ist die einfachste und wirksamste Methode, um Viren aus der Luft zu entfernen.

Jetzt lesen

Das Lüften biete natürlich keinen hundertprozentigen Schutz, aber durch regelmäßiges Lüften zirkuliert die Luft im Raum und die Luftqualität verbessert sich deutlich: Fenster weit öffnen, fünf Minuten Luft reinlassen, Viren in der Raumluft minimieren.

Mitarbeiter der Bezirksregierung zeigen, wie es geht

Damit aus Räumen die möglichen Viren heraus und die frische Luft wieder einfließen kann, sollte man ein paar Regeln beachten:

  • mindestens alle 20 Minuten für 3 bis 10 Minuten lüften!
  • Stoßlüften: Fenster regelmäßig weit öffnen!
  • Querlüften: Wenn möglich, gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen!

„Und bitte dran denken: In geschlossenen Räumen keine Ventilatoren oder Heizlüfter ohne Außenluftzufuhr verwenden“, schreibt die Bezirksregierung. „Sonst können sich mögliche virenbelastete Aerosole in minutenschnelle im Raum weiterverbreiten.“

Wie das „Lüften“ richtig geht, zeigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksregierung Münster in einem Video auf den Social-Media-Kanälen bei Instagram und Twitter.

Lesen Sie jetzt