Markmannstraße wurde nach früherem Chef von Gewerkschaft Victor benannt

Herkunft der Straßennamen

Woher hat die Markmannstraße ihren Namen? Das wollte Leser August Wundrok wissen. Diese Frage beantwortete für uns Matthias Kraemer, Leiter des Bereichs Vermessung und Geoinformation.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 06.10.2011, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wieso heißt die Markmannstraße eigentlich Markmannstraße? Diese Frage stellte uns der Ruhr Nachrichten-Leser August Wundrok.

Wieso heißt die Markmannstraße eigentlich Markmannstraße? Diese Frage stellte uns der Ruhr Nachrichten-Leser August Wundrok.

Im Stadtplan von 1925 ist die Markmannstraße noch nicht verzeichnet, 1928 ist sie dann eingetragen. Also wurde sie vermutlich zwischen 1925 und 1928 ausgebaut und benannt. Zum genauen Zeitpunkt liegen leider keine weiteren Unterlagen vor. Im Artikel „Die Herkunft unserer Straßennamen“ von Helmuth Neidhard in den „Heimatblättern für Castrop-Rauxel und Umgebung“ aus 1935/1936 ist zur Markmannstraße verzeichnet: „Markmannstraße – zu Ehren des kaufmännischen Direktors der Klöckner-Werke Markmann.“

In „Kultur und Heimat – Nr. 3/4 November 1971, 23. Jahrgang“ ergänzte Karl Hartung: „Als die Beamtenhäuser in der Fettweide (Rauxel) entstanden (es war im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts), schlug die Gewerkschaft Victor die Straßennamen vor: Markmannstraße, Masling-straße und Rossenbeckstraße zu Ehren von drei verdienstvollen Mitarbeitern. Heinrich Markmann war Bergwerksdirektor bei der Gewerkschaft Victor, geboren 28. 10. 1856, gestorben 4. 12. 1915. Sein Familien-Grabmal, zugleich für seine Frau (gest. 1924) und für seinen im Kriege gefallenen Sohn (1915), steht auf dem evangelischen Friedhof in Castrop. Markmann war der Vorgänger des Direktors Julius Grauenhorst.“  

  • Anmerkung der Redaktion: Derzeit arbeitet die Stadtverwaltung an einem Gesamtüberblick über die Herkunft der Straßennamen. Daher bitten wir darum, bis zum Abschluss von Fragen, die Namen zu Straßen betreffen, abzusehen.
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