Maskenpflicht in Bussen: 150-Euro-Strafen für Verweigerer verhängt

Schwerpunktkontrolle

Die Maskenpflicht in Bus und Bahn: Viele Menschen halten sich nicht daran, lautet der vielfach gehörte Vorwurf. Die Vestische, die auch in Castrop-Rauxel Busse einsetzt, hat das überprüft.

Castrop-Rauxel

, 14.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Polizei, Ordnungsämter und die Vestische haben jetzt eine Schwerpunktkontrolle in den Bussen durchgeführt, um Maskenverweigerer zu erwischen.

Polizei, Ordnungsämter und die Vestische haben jetzt eine Schwerpunktkontrolle in den Bussen durchgeführt, um Maskenverweigerer zu erwischen. © dpa

Die Vestische schaut genau hin: Das Nahverkehrsunternehmen hat in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Ordnungsämtern eine Woche lang jetzt in Castrop-Rauxel und den anderen Kreis-Kommunen sowie in Bottrop und in Buer insgesamt 5133 Personen kontrolliert.

Wie der Vestische-Sprecher Jan Große-Geldermann mitteilte, haben sich nur 23 Menschen dabei nicht an die Maskenpflicht in den Bussen, an den Busbahnhöfen oder den Haltestellen gehalten – das entspricht einer Quote von 0,45 Prozent.

Diese 23 müssen nun 150 Euro Bußgeld zahlen. Deutlich mehr Fahrgäste (nämlich 259 oder 5,1 Prozent) waren ohne gültiges Ticket unterwegs. Die Folge: ein erhöhtes Beförderungsentgelt von 60 Euro.

Erfahrung: Die Busnutzer wollen die Maske

Diese Zahlen bestätigen den Eindruck des Prüf- und Fahrpersonals aus den vergangenen Wochen. Jan Große-Geldermann: Die überwiegende Mehrheit hält sich an die Regeln. „Ich sehe nur selten Menschen, die keine Maske aufhaben. Dennoch vielen Dank für die Kontrollen an Stadt, Vestische und Polizei“, berichtet auch ein User auf der Facebook-Seite der Vestischen.

Umso mehr fallen Personen auf, die keinen Mund-Nasen-Schutz benutzen oder diesen nicht korrekt tragen. So haben die Vestische über die Hotline, das Kontaktformular auf der Homepage und die Sozialen Medien Hinweise erreicht, die das Unternehmen zum Anlass genommen hat, seine Anstrengungen in Kooperation mit den Ordnungsbehörden noch einmal zu intensivieren.

Jeder Verweigerer gefährdet die Gesundheit anderer

Geschäftsführer Martin Schmidt betont: „Jeder einzelne Maskenverweigerer ist einer zu viel und gefährdet die Gesundheit aller anderen im Bus.“

Eine aktuelle Umfrage des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zum Thema Corona und ÖPNV komme ebenfalls zu dem Ergebnis, dass die Fahrgäste die Maskenpflicht mit großer Mehrheit begrüßen und die umfangreichen Hygienemaßnahmen der Verkehrsunternehmen zu schätzen wissen. Zudem nähmen die Menschen die Disziplinlosigkeiten genau wahr und befürworteten Kontrollen sowie Sanktionen.

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Deshalb hatte die Vestische früh ihr Vorgehen verschärft. Es gilt: Wer keine Maske trägt, muss den Bus verlassen. Die rund 750 angestellten Fahrer und Fahrerinnen sowie das Personal der Fremdunternehmer setzen laut Jan Große-Geldermann das Hausrecht notfalls mithilfe der Ordnungsbehörden durch – auch wenn es dadurch zu Verspätungen kommt. Nur Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, sind von der Pflicht befreit. Allerdings verlangt die Vestische ein ärztliches Attest oder einen amtlichen Nachweis.

Das Fazit der Vestischen: Das gemeinsame Vorgehen mit der Polizei und den Ordnungsämtern hat sich bei den Schwerpunktaktionen bewährt.

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