Mehr Sexualstraftaten, weniger Einbrüche in Castrop-Rauxel - Alle Fakten von der Polizei

Kriminalitätsstatistik

Weniger Wohnungseinbrüche, weniger Straßen- und Gewaltkriminalität. Die Kriminalitätsstatistik 2018 zeigt: Castrop-Rauxel ist sicher. Einzig bei den Sexualdelikten ist die Tendenz steigend.

Castrop-Rauxel

, 15.02.2019, 16:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mehr Sexualstraftaten, weniger Einbrüche in Castrop-Rauxel - Alle Fakten von der Polizei

Die Polizei konnte die Aufklärungsquote aller Straftaten im Jahr 2018 für Castrop-Rauxel erhöhen. © pixabay

Sicherheit ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen. Durch eine hohe Kriminalitätsrate gerät das Sicherheitsgefühl ins Wanken. Dass aber Gefühl und Realität manchmal weit auseinanderklaffen, zeigt die Kriminalitätsstatistik, die Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen jetzt vorgestellt hat.

Die Stadt ist so sicher wie lange nicht mehr. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Kriminalitätsberichts der Polizei im Kreis Recklinghausen hervor. Wir haben die wichtigsten Kennzahlen herausgesucht und ordnen sie ein.

Gesamtkriminalität

Die Gesamtzahl aller Straftaten in Castrop-Rauxel erreicht mit 4828 Delikten den niedrigsten Wert seit zehn Jahren. Es sind auch 453 Fälle weniger als 2017. Die Aufklärungsquote hat sich verbessert, sie liegt 2018 bei 55,05 Prozent. Seit 2015 ist sie konstant gestiegen, zwischen 2009 und 2013 lag sie immer weit unter 50 Prozent.

Tötungsdelikte

Seit 2015 gab es keine „Straftat gegen das Leben“ in Castrop-Rauxel. Von 2009 bis 2014 gab es jährlich mindestens zwei Tötungsdelikte. Mehr als fünf (im Jahr 2014) waren es aber seit 2009 nie.

Wohnungseinbrüche

Sie greifen in einen sensiblen Bereich ein: die Privatsphäre. Die Zahlen dazu beeinflussen maßgeblich das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. 2018 gab es mit 150 die wenigsten Wohnungseinbrüche der vergangenen zehn Jahre. Die Präventionsarbeit der Polizei, die zum Beispiel mit Schwerpunktaktionen an wichtigen Verkehrsachsen auf sich aufmerksam machte, scheint sich auszuzahlen. Den negativen Höhepunkt erreichten die Einbruchszahlen 2015, da machten sich Einbrecher gleich 362 Mal im Stadtgebiet zu schaffen. Heute sind es weniger als die Hälfte.

Sexualstraftaten

Einzig bei den Sexualstraftaten gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg. Immerhin: Die Aufklärungsquote liegt bei 85 Prozent. Dass die Zahl der Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung schon 2017 stark gestiegen ist, liegt vor allem daran, dass seitdem auch Fälle von sexueller Belästigung in diesem Bereich mitgezählt werden und nicht mehr unter „Beleidigung auf sexueller Grundlage“. Trotzdem ein Trend, den es zu beobachten gilt. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weitaus höher.

Straßenkriminalität

Die Diebstähle an und aus Pkw erreichen 2018 den niedrigsten Wert seit zehn Jahren. Waren es 2009 noch 632 Delikte, sind es 2018 nur noch 272. 2012 erreichten sie mit 930 einen Negativ-Rekord.

Bei den Fahrraddiebstählen gibt es ähnlich gute Nachrichten: Sie liegen mit 104 auf dem Tiefststand seit zehn Jahren. 2009 waren es mit 246 mehr als doppelt so viele.

Sie alle werden zusammengefasst unter Straftaten der Straßenkriminalität.

Gewaltkriminalität

ierunter werden Raubdelikte, schwere und gefährliche Körperverletzung zusammengefasst. 34 Raubdelikte gab es 2018, genau so viele wie 2017. In den Jahren zuvor lag die Zahl höher, mit Rekordwert von 70 im Jahr 2010.

Bei der schweren und gefährlichen Körperverletzung ist die Zahl der Straftaten ebenfalls gesunken. 118 Fälle verzeichnete die Polizei 2018. 2017 waren es 134. Das ist allerdings nicht der Bestwert der vergangenen zehn Jahre. Den gab es 2014 mit 102 Fällen.

Hier das Original-Dokument der Polizei als PDF:

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